SPD-Medienkommission: Faire Förderung, DSA-Umsetzung und Gegen Desinformation 🌐📰🤝

Die SPD-Medienkommission betont, dass Medien eine zentrale Rolle in der demokratischen Öffentlichkeit spielen, sich das Nutzungsverhalten jedoch rasend verändert und das Internet Print und Rundfunk längst abgelöst hat. Wenn Social Media statt journalistisch recherchierter Nachrichten als Informationsquelle dominiert, wächst Populismus; KI beschleunigt und verstärkt Desinformation, weil Plattformen Sichtbarkeit sortieren und Debatten beeinflussen. Rechte Parteien nutzen solche Mechanismen, wie eine Auswertung der Sachsen-Anhalt-Wahl zeige. Zum Schutz der demokratischen, pluralistischen Öffentlichkeit braucht es ein Paket von Maßnahmen: faire Wettbewerbsbedingungen und eine Refinanzierung der Medien; die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks werde in Frage gestellt, weshalb auch andere europäische Länder gezielte Medienförderung für professionellen Journalismus entwickeln – mit reduzierter Mehrwertsteuer und Stärkung redaktioneller Arbeit. Eine Regulierung zum Schutz von Urheberrechten und gegen Manipulation müsse auf europäischer Ebene weiterentwickelt und der Digital Services Act konsequent umgesetzt werden. Die AfD kritisiert den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, doch die SPD-Medienkommission bewertet solche Angriffe als Gleichschaltungsversuche statt als Vielfalt und Pluralismus.

Die SPD-Medienkommission trifft eine bittere Wahrheit: Das Nutzungsverhalten hat sich rasant verändert und das Internet hat Print und Rundfunk längst abgelöst, während KI-gestützte Desinformation und profilbasierte Sichtbarkeitslogik demokratische Debatten verzerren. Aus liberaler Sicht braucht es dafür ein Präventions- und Korrekturpaket, das den Bürgern größtmögliche Freiheit lässt und den Staat nur dort eingreifen lässt, wo es unerlässlich ist, um Wettbewerbsfähigkeit, Rechtsstaatlichkeit und pluralistische Öffentlichkeit zu schützen. Zentrale Priorität muss sein, Wettbewerb zu stärken und die Finanzierung professioneller journalistischer Arbeit zu sichern, ohne private Akteure zu unnötigen Kosten zu zwingen oder staatliche Monopole zu etablieren. Eine faire Rahmenbedingung bedeutet daher transparente Fördermechanismen, unabhängige Gremien und verlässliche Evaluationskriterien, die Pluralismus fördern und Anreize für hochwertige Recherche setzen – zeitlich befristet und mit klarer Perspektive auf Rückführung in den Markt, wenn der Wettbewerb ausreichende Qualität gewährleistet. Subventionslogik darf kein Dauerauftrag sein; statt dauerhafter Subventionen sollten Steueranreize, burschenschaftlich organisierte Stiftungsförderung und gegebenenfalls zielgerichtete, transparente Zuschüsse genutzt werden, stets mit Sunset-Klauseln und Prüfungen. Europäisch verankerte Regulierung von Plattformen muss den Digital Services Act konsequent umsetzen, Transparenz bei Algorithmen, Werbe- und Datentracking, klare Regeln gegen systematische Manipulation und Missbrauch ermöglichen, ohne die Meinungsfreiheit unnötig zu beschneiden. Der Urheberrechtsschutz muss ausgewogen bleiben, um Kreativität nicht zu behindern. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte in Kernaufgaben fokussiert, unabhängig regiert und finanziert werden, damit Vielfalt und Qualität erhalten bleiben, ohne zur staatsnahen Größe zu mutieren. AfD-Angriffe auf die Öffentlich-Rechtlichen sind kein liberaler Fortschritt, sondern Versuch der Gleichschaltung; Freiheit lebt von echter Vielfalt und der Verlässlichkeit redaktioneller Unabhängigkeit.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.spd.de/service/pressemitteilungen/detail/news/medienkommission-spd-lokale-und-regionale-medien-und-der-oeffentlich-rechtliche-rundfunk-stehen-fuer-vielfalt-und-pluralismus/08/09/2026