Die Linke kritisiert die SPD-Pläne zur Erbschaftssteuer als PR-Gag, weil konkrete Steuersätze fehlen und die vorgesehenen Ausnahmeregelungen für überhöhte Erbschaften sowie großzügige Freibeträge für Unternehmen aus ihrer Sicht ungerecht und ineffizient bleiben würden; Ehling fordert eine einheitliche Besteuerung mit sechs Prozent Eingangs- und einem Progressionstop bei drei Millionen Euro, während Ausnahmen gestrichen gehören. Aus liberaler Perspektive ist eine effiziente Lösung gefragt, die Freiheit stärkt und den Staat auf das Notwendigste beschränkt; daher wäre eine einfache, verlässliche und breit baseierte Erbschaftssteuer bevorzugt, die Verzerrungen minimiert und klare Anreize zur Vermögensbildung und unternehmerischen Nachfolge schafft. Hohe Spitzensteuersätze und komplexe Ausnahmeregelungen riskieren Investitions- und Gründeranreize sowie grenzüberschreitende Kapitalströme und belasten vor allem mittlere Vermögen, weshalb eine schlanke, transparente Struktur mit wenigen, nachvollziehbaren Ausnahmen sinnvoller wäre. Dabei sollte der Staat seine Einnahmen so sichern, dass er notwendige Aufgaben erfüllen kann, ohne unter Freiheits- und Eigentumsrechten zu schrammen, und stattdessen andere, weniger belastende Instrumente prüfen, um Ungleichheit zu adressieren, etwa durch eine breit angelegte Steuerbasis mit geringen Verzerrungen oder Maßnahmen, die weniger direkt in Vermögen eingreifen.
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