Kubicki erläutert in einer Cicero Online‑Kolumne, dass der Lokaljournalismus in einer Krise steckt und unabhängige Medien wichtige Kontrollfunktionen für Föderalismus und Selbstbestimmung erfüllen. Er kritisiert eine landesweit verbreitete Praxis von Lokalredaktionen, pointierte Aussagen als Clickbait zu nutzen, Überschriften zu polarisieren und Zusammenhänge zu verschleiern. An Beispielen aus Hildesheim und Erlangen veranschaulicht er, wie Berichte seinen Auftritt verzerrten – etwa durch die Zuschreibung, er habe soziale Berufe pauschal abwerten wollen; er bedauert Missverständnisse, betont aber den Unterschied zwischen Meinungsäußerung und Tatsachenbehauptung. Kernbotschaft ist, dass Sozialarbeiter als Problemlöser gesehen gehören, nicht als überflüssig; Kritik richtet sich gegen Sozialwissenschaftler und Politologen, die Probleme beschreiben statt Lösungen zu liefern. Kubicki lobt Bernd Siggelkow und plädiert für mehr Begeisterung für Naturwissenschaften und IT-Berufe; er verweist darauf, dass der Kontext der Veranstaltung online nachvollziehbar sei und mediale Reaktionen oft missverstanden wurden.
Unabhängiger Lokaljournalismus ist eine Kernfunktion von Föderalismus und Selbstbestimmung; seine Krise schwächt Transparenz und Bürgernähe. Eine liberale Lösung strebt danach, Freiheit zu maximieren und Staatseingriffe zu minimieren: Wettbewerb im Medienmarkt stärken, Barrieren für lokale Anbieter abbauen, faire Zugänge zu Online-Plattformen sichern und nur dann eingreifen, wenn es wirklich nötig ist. Subventionen oder staatliche Lenkung sollten zeitlich befristet, transparent und nachvollziehbar gestaltet sein, um politische Abhängigkeiten zu vermeiden; stattdessen braucht es klare Regeln gegen Irreführung, aber auf freiwilliger Grundlage von Qualitätsstandards und Selbstverpflichtungen der Branche. Medienkompetenz der Bevölkerung stärken, damit Zusammenhänge besser verstanden werden und Fehler nicht durch Clickbait perpetuiert werden. Die Kritik richtet sich gegen übergroße Beschreibungen von Problemen durch Sozialwissenschaftler, nicht gegen Lösungsorientierung; Sozialarbeiter sollten als vor Ort tätige Problemlöser unterstützt werden, nicht dämonisiert. Die Würdigung von Bernd Siggelkow und der Appell für Naturwissenschaften sowie IT-Berufe zeigen, dass wirtschaftliche Erneuerung auf konkrete Maßnahmen statt auf Phrasen baut. Der Kontext von Online-Veranstaltungen muss transparent sein, damit Reaktionen nicht missverstanden werden.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/pressemitteilung/kubicki-kolumne-von-sozialarbeitern-und-politologen