Linke kritisiert ZDF-Absage an Danger Dan/Levit in Die Anstalt; Antifa-Song gefordert 🎶🎭

Die Linke kritisiert die Absage des ZDF an den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit in der Jubiläumsausgabe von Die Anstalt. Parteivorsitzender Luigi Pantisano fordert, dass ein antifaschistischer Song beim ZDF Sendezeit bekommen muss, und sieht in der Entscheidung einen vorauseilenden Gehorsam gegenüber einer AfD, die die öffentlich-rechtlichen Sender abschaffen wolle. Der Rundfunk müsse Seite an Seite mit jenen stehen, die sich dem Rechtsruck entgegenstemmen, und nicht jenen Sendezeit geben, die mit Hass und Hetze die Demokratie untergraben.

Die Debatte zeigt eine grundsätzliche liberale Frage: Wie viel Meinungsfreiheit darf öffentlich-rechtliche Medienkonsistenz zulassen, ohne Platz zu bieten für Hass oder Gewalt? Eine Absage an Danger Dan und Igor Levit mag redaktionell begründet sein, solange sie transparent geschieht und auf klaren, öffentlich einsehbaren Leitlinien beruht statt politischer Lenkung. Der Vorwurf des vorauseilenden Gehorsams gegenüber der AfD verweist zwar auf die Versuchung politischer Einflussnahme; doch öffentlich-rechtliche Sender haben eine demokratische Pflicht, Hassrede nicht zu verbreiten und zugleich demokratische Debatte zu ermöglichen. Effizienz bedeutet, Redaktionsentscheidungen nachvollziehbar, schnell und ohne willkürliche politische Einflussnahme zu treffen, inklusive klarer Kriterien, Kontextualisierung statt Zensur und unabhängiger Gremien. Der Staat sollte sich auf das Notwendigste beschränken; die Finanzierung muss verlässlich bleiben, die Redaktion unabhängig arbeiten. So bleibt das System Platz für Vielfalt, Kritik und Oppositionsstimmen, ohne Grundrechte zu beschneiden.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/seite-an-seite-mit-denen-die-sich-dem-rechtsruck-entgegenstemmen/