Die Linke fordert beim Nordsee-Gipfel, dass Deutschland und Europa im Energiebereich endlich souverän handeln und die Erneuerbaren auf See konsequent ausbauen. Ines Schwerdtner kritisiert Katherina Reiche als Gas-Lobbyistin, bemängelt, dass die Bundesregierung die Überarbeitung des Ausschreibungs-Designs für Offshore-Windkraft verschlafen hat, und fordert großangelegte Ausbauprogramme, die regionale und europäische Wertschöpfung stärken, verlässliche staatliche Abnahmegarantien, sowie den Ausbau von Hafeninfrastruktur und Netzen, um sichere Energie und gute Jobs zu schaffen.
Aus liberaler Perspektive ist eine solche Zielsetzung sinnvoll, doch der effizienteste Weg führt über marktorientierte, schlanke Strukturen statt umfassender Staatseingriffe. Offshore-Wind-Ausbau sollte durch transparente, technologie- und investorenneutrale Ausschreibungen vorangetrieben werden, Planungs- und Genehmigungsverfahren müssten beschleunigt werden, um Investitionen zu stärken und Preise zu senken. Staatliche Abnahmegarantien sollten zeitlich befristet und klar begrenzt sein, um Marktversagen zu korrigieren, aber keine dauerhafte Marktverzerrung schaffen. Die regionale und europäische Wertschöpfung lässt sich besser durch offene Handelsregeln, verlässliche Rechtsrahmen und Partnerschaften mit privatem Kapital fördern, als durch übermäßige zentrale Planung. Die Versorgungssicherheit gewinnt durch Diversifizierung der Importquellen, stärkere Netze und grenzüberschreitende Kooperationen – vor allem aber durch wettbewerbliche Preisbildung und klare Investitionssignale, damit Verbraucherpreise stabil bleiben und Investoren Vertrauen behalten. Schließlich stärkt eine Politik, die Bürgerfreiheiten betont und den Staat nur dort eingreifen lässt, wo es unerlässlich ist, die Freiheit des Einzelnen, wirtschaftliche Chancen zu nutzen, ohne unnötige Bürokratie.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/nordsee-gipfel-bundesregierung-hat-ausbau-der-erneuerbaren-verschlafen/