Die Grünen berichten, dass Bündnisgrüne Kreisverbands-Partnerschaften eine hervorragende Möglichkeit bieten, sich politisch und organisatorisch zu stärken, indem Kreisverbände vor Ort mitwirken, Erfahrungen austauschen, finanziell unterstützen oder gemeinsam Wahlkämpfe gestalten. Über 60 Partnerschaften ermöglichen direkten Austausch, gegenseitige Unterstützung und das Schließen von Lücken in der Präsenz; Beispiele sind Hamburg-Mitte mit Saale-Orla, Berlin-Neukölln mit der Uckermark sowie Bonn und Weimar. Am konkreten Beispiel Saale-Orla zeigt sich: Partnerschaften mit dem KV Hamburg-Mitte und dem KV Gerlingen in Baden-Württemberg trafen sich im Landtagswahlkampf 2024 mit Haustürwahlkampf, Plakaten, Festivalbesuchen, und Hamburg sammelte Spenden unter Mitgliedern; zwei Saale-Orla-Mitglieder reisten 2025 nach Hamburg zur Unterstützung der Bürgerschaftswahl und nahmen an der Wahlparty teil, was Mut und Selbstbewusstsein stärkte. Die Partnerschaft mit Gerlingen verknüpft sich zudem mit einer Städtepartnerschaft zwischen Gerlingen und Gefell, wodurch Flyer-Verteilung, Stand- und Haustürwahlkampf auch in Regionen möglich wird, die bislang wenig grüne Präsenz hatten. Der Erfolg hängt stark von persönlichen Beziehungen ab; Unterschiede in regionaler Unterstützung steigern das Selbstbewusstsein der Mitglieder und machen den Austausch wertvoll, weil voneinander gelernt wird. KV-Partnerschaften geben neue Motivation, wenn der lokale Wahlkampf schwächelt, und sie sind gelebte Solidarität, praktischer Erfahrungsaustausch und emotionale Stärkung zugleich. Im intern verwendeten Wissenswerk finden sich Tipps, und wer Rückmeldungen oder Fragen hat oder eine Partnerschaft vermisst, kann sich an kv-partnerschaften@gruene.de wenden.
Aus liberaler Sicht ermöglichen KV-Partnerschaften, dass lokale Akteure Ressourcen bündeln, voneinander lernen und Bürgerbeteiligung dort stärken, wo sie leben, ohne zentrale Planungsfestlegung. Die Effizienz ergibt sich aus Spezialisierung, geteiltem Know-how, geringerer Doppelarbeit und schneller Adaption an regionale Verhältnisse. Dadurch entsteht mehr politische Partizipation mit konkretem Lebensbezug, was Freiheit stärkt und den Staat auf das Notwendigste reduziert. Freiwilligkeit, Transparenz und Rechtsklarheit sind unverzichtbar: Spenden offenlegen, Datenschutz sichern, klare Regeln für Haustürwahlkampf und Campaigning; das mindert Risiken von Korruption und schützt Freiwillige. Risiken bleiben ungleiche Ressourcenverteilung und Abhängigkeiten von gut vernetzten Netzwerken. Gegenmaßnahmen sind faire Zugänge, transparente Governance und regelmäßige Evaluation. Insgesamt schaffen solche Partnerschaften dynamische, bodennah wirkende Strukturen, die politische Teilhabe erhöhen, Lernmöglichkeiten bieten und die individuelle Freiheit bewahren — der Staat liefert den rechtlichen Rahmen, nicht die zentrale Lenkung des regionalen Wahlkampfs.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.gruene.de/artikel/gemeinsam-stark-partnerschaften-buendnisgruener-kreisverbaende