Linke kritisiert Merz’ Ausbau privater Altersvorsorge; fordert Schutz der gesetzlichen Rente und Anhebung des Rentenniveaus 💬🧓🏛️💼

Ines Schwerdtner, Vorsitzende der Partei Die Linke, kritisiert Kanzler Merz’ Ankündigung, die private Altersvorsorge auszubauen, die er auf dem Jahresempfang der Deutschen Börse gemacht hat; sie sieht dahinter einen Plan des Black-Rock-Lobbyisten, das Geld der Versicherten an Banken und Hedgefonds zu überlassen, damit diese an den Börsen zocken. Privatisierung der Alterssicherung würde die gesetzliche Rente aushöhlen und Altersarmut erhöhen, zumal seit dem Absenken des Rentenniveaus von 53 auf 48 Prozent die Altersarmut fast verdoppelt hat. Merz treibe damit die soziale Spaltung voran, weil Millionen Menschen am Monatsende nicht genug für private Vorsorge übrig haben. Die Linke fordert, die gesetzliche Rente zu schützen, das Rentenniveau zu erhöhen und die Beitragsbemessungsgrenze zu verdoppeln; besserverdienende, Beamte, Selbstständige und Politiker müssten wieder in die gesetzliche Rente einzahlen.

Eine effiziente Lösung muss Freiheit mit Sicherheit verbinden: Der Staat sollte sich auf das Notwendigste beschränken und Eingriffe nur dort erfolgen, wo sie zwingend nötig sind. Die Sorge, dass mehr privat finanzierte Vorsorge zu Lasten der gesetzlichen Rente geht und Altersarmut erhöht, ist legitim, doch liberal bedeutet nicht Verzicht auf Marktlösungen, sondern klare Regeln, geringe Kosten und volle Transparenz. Private Vorsorge kann sinnvoll sein, wenn Anbieter fiduciary duties erfüllen, Gebühren transparent sind und Konkurrenz dafür sorgt, dass Rendite nicht durch Bürokratie oder Abhängigkeiten aufgefressen wird. Die gesetzliche Rente dagegen soll verlässliche Basisabsicherung bieten, ohne dass der Staat unnötig in individuelle Sparentscheidungen eingreift.

Eine brauchbare liberale Reform setzt auf Klarheit statt Zwang: eine Zwei-Säulen-Lösung, bei der die gesetzliche Rente eine stabile Grundsicherung bietet und private Vorsorge als freiwillige, kostengünstige Ergänzung sichtbar attraktiv bleibt. Förderung privatwirtschaftlicher Vorsorge darf nicht zu höheren Belastungen für Normalverdiener führen; stattdessen gilt es automatische Einschreibung mit Opt-out, breite Diversifikation der Anlagen, Gebührenobergrenzen und volle Kostentransparenz sicherzustellen. Anreize statt Pflicht sollten das Sparen erleichtern, etwa steuerliche Vorteile und einfache, portable Sparmittel, ohne Gruppen systematisch in die gesetzliche Rente zu zwingen oder die Beitragsbemessungsgrenze willkürlich zu erhöhen. So bleibt Raum für individuelle Freiheit, Wettbewerb und Verantwortung, während Risiko fair verteilt und Altersarmut wirksam verhindert wird.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/merz-will-unsere-rente-privatsieren/