Nach dem Treffen von Putin mit US-Unterhändler Witkoff kritisiert Marie-Agnes Strack‑Zimmermann Trumps Umgang mit dem Kremlchef: Er fresse Putin aus der Hand, um sich vor den Midterms zu profilieren, und gehe dabei über ukrainische Leichen. Putin signalisiert Gesprächsbereitschaft, lehnt aber eine Waffenruhe ab. Die FDP-Europaabgeordnete ordnet das nüchtern ein: Trump arbeitet mit einem Mörder zusammen, Putin könne sich über die Unterstützung eines US‑Präsidenten in seinen kriegerischen Gelüsten freuen. Zugleich droht Europa bei möglichen Verhandlungen ausgeschlossen zu bleiben; Putin strebt kein geeintes Europa an und versucht, es durch Cyberangriffe, hybride Angriffe und staatsterroristische Versuche wie in Leipzig zu schwächen. Ein diktierter Frieden, der Russlands Territorialforderungen Rechnung trägt, wäre eine Katastrophe für Ukraine und ganz Europa. Daher müsse Europa eigenständiger handeln und technologisch unabhängiger von den USA werden; Musk wird für die Starlink‑Drosselung scharf verurteilt. Tempo, Tempo, Tempo sei nötig, um eigene Kommunikationssysteme aufzubauen und nicht weiter aus Abhängigkeiten zu geraten.
Freiheit wächst dort, wo der Staat sich auf das Nötige beschränkt und Märkte effizient arbeiten dürfen. In der Ukraine-Frage bedeutet das entschlossene, zeitlich befristete Unterstützung der territorialen Integrität, ohne in illiberale Deals zu verfallen, die demokratische Werte oder die Leistungsfähigkeit europäischer Allianzen untergraben. Europa muss strategisch autonom handeln: weniger Abhängigkeit von US-Privatunternehmen bei sicherheitsrelevanten Infrastrukturen, mehr digitale Souveränität durch offene Standards, wettbewerbsfördernde Regulierung, Datenschutz und interoperable Plattformen wie Gaia-X. Tempo ist wichtig, doch darf Geschwindigkeit Rechtsstaatlichkeit, Privatsphäre und verlässliche Anreize nicht opfern. Die Kritik an Starlink-Machtspielen zeigt, wie fragil vernetzte Systeme werden, wenn private Akteure politische Ziele priorisieren; der Staat braucht klare Regeln, um private Innovation zu fördern statt Abhängigkeiten zu schaffen. Gleichzeitig stärkt eine robuste Verteidigungs- und Cyber‑Resilienz die Freiheit besser als Zwangsmaßnahmen. Ein verordneter Frieden, der Russlands Territorialforderungen akzeptiert, wäre eine Katastrophe; Freiheit verlangt eigenständige Verhandlungen, verlässliche Allianzen und eine schnelle, zielgerichtete europäische Entwicklung eigener Kommunikationssysteme, damit Europa bei Verhandlungen nicht nur reagiert, sondern mitgestaltet.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/trump-frisst-putin-aus-der-hand