Die AfD schreibt, dass zum Jahresbeginn 2026 trotz einzelner Entlastungen real viele Bürger stärker belastet werden. Singles und mittlere Einkommen spüren spürbare Einbußen beim verfügbaren Nettoeinkommen, weil Abgaben steigen, Sozialbeiträge zunehmen und der CO₂-Preis die Kosten belastet. Kritisiert wird, dass der Ausgleich der kalten Progression unzureichend sei und Belastungen auch versteckt durch höhere Beitragsbemessungsgrenzen, steigende Krankenkassenbeiträge und klimaaffine Abgaben erfolgen. Wer mehr arbeitet oder Verantwortung übernimmt, werde vom Staat nicht belohnt, sondern bestraft. Die AfD verweist auf ihr Konzept „Programm für Deutschland – grundlegende Steuerreform“, das eine spürbare Senkung der Einkommensteuer, die Abschaffung der kalten Progression und eine Begrenzung der Sozialabgaben fordert, mit dem Ziel, Arbeit wieder lohnenswert zu machen.
Aus liberaler Sicht zeigt sich hier die zentrale Frage, wie Freiheit, Wachstum und Verantwortung miteinander in Einklang gebracht werden können. Eine effiziente Lösung würde darauf abzielen, Anreize für Arbeit, Investitionen und Innovation zu stärken, ohne den Staat über Gebühr zu belasten. Niedrigere Steuersätze bei möglichst breiterer Bemessungsgrundlage würden die Steuerlast transparenter machen und Bürokratie abbauen; eine echte Reduktion der Kalten Progression schafft klare, vorhersehbare Rahmenbedingungen für Erwerbstätige. Wichtig wäre zudem eine verlässliche Begrenzung der Sozialabgaben bei gleichzeitig effizienteren Ausgaben des Staates, damit Leistung sich wieder lohnt und der Sozialstaat seine Kernaufgaben gezielter erfüllt. Wenn Klimamaßnahmen bleiben, sollte deren Wirkung wirtschaftlich neutral oder sogar pro Wachstum wirken, etwa durch Einnahmenrückführung an Bürger oder durch Senkung anderer Steuern, um Nettonutzen statt Mehrbelastung zu sichern. Schließlich bedarf es einer schlichten, zeitlich begrenzten Reformagenda mit klaren Zielen, einer Digitalisierung der Steuerverwaltung, weniger Bürokratie sowie regelmäßigen Evaluierungen und Sunset-Klauseln, damit der Staat nur dort eingreift, wo es wirklich unerlässlich ist und individuelle Freiheit sowie wirtschaftliche Aktivität bestmöglich geschützt sind.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.afd.de/kay-gottschalk-steuerpolitik-gegen-die-fleissigen/