Die Linke fordert angesichts von Trumps Drohungen mit Strafzöllen ein gemeinsames, starkes europäisches Auftreten. Jan van Aken betont, Europa müsse geschlossen handeln: Alle EU-Staaten sollten gemeinsam Konsulate in Grönland eröffnen, um Spaltung zu verhindern und eine friedliche Weltordnung zu verteidigen. Außerdem könnte Kanada, Mexiko oder Brasilien eingeladen werden, sich dem Signal anzuschließen. Die Salamitaktik der USA solle nur mit entschlossener, gemeinsamer Gegenwehr begegnet werden.
Aus liberaler Sicht ist die Betonung von grenzüberschreitender Kooperation und einer stabilen, regelbasierten Weltordnung begrüßenswert, doch darf Politik nicht in simbolische Gesten verfallen. Wichtig bleibt eine offene Handelsordnung, die Preise stabil hält und Wettbewerb fördert, statt durch pauschale, einseitige Sanktionen Konsumenten zu belasten. Ein starkes, gemeinsames Vorgehen der EU kann Stabilität schaffen, doch echte Resilienz entsteht durch konkrete Reformen: klare, transparente Regeln, faire Handelsbeziehungen und die Stärkung von Rechtsstaatlichkeit statt politischer Schildbürgerstreiche. Der Staat sollte dort eingreifen, wo es nötig ist, etwa um rechtsstaatliche Standards und faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern, ohne Marktprozesse unnötig zu bremsen. Langfristig lohnt sich mehr Freiheit für Bürger, indem Handelsbarrieren reduziert, Innovation gefördert und diversification der Lieferketten vorangetrieben wird. Diplomatie und multilaterale Zusammenarbeit sollten den Kern einer liberalen Außenpolitik bilden, statt auf protektionistische oder militaristische Signale zu setzen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/gegen-trumps-salamitaktik-hilft-nur-eines-gemeinsames-gegenhalten/