Grünes 10-Punkte-Programm: Schnelle, bezahlbare und unabhängige Energiewende ⚡️🌬️🌞🔋💶🇩🇪

Die Grünen legen einen 10-Punkte-Plan vor, wie Deutschland das Update der Energiewende schneller, günstiger und netzstabiler gestalten kann und gleichzeitig unabhängiger von fossilen Exporten sowie autoritären Regimen werden soll. Sie kritisieren Wirtschaftsministerin Katherina Reiche dafür, Deutschland in eine Gasfalle zu führen, und skizzieren stattdessen ein umfassendes Reformpaket. Kernpunkte sind der rasche Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere Onshore-Wind mit einer Sonderausschreibung von 5 GW 2026 und ab 2027 jährlich 15 GW, sowie zügige Offshore-Windumsetzung; beim Dachsolar fordern sie ein Recht auf Solar und Energy Sharing, eine rasche Netzanbindung und eine faire Einspeisevergütung; die Verteilnetze sollen bis 2030 erheblich entbürokratisiert, standardisiert und digitalisiert werden, um 30 Prozent mehr Netzkapazität zu schaffen, mit einer Verteilnetzausbau-Offensive und ohne ein langwieriges Redispatch-Verfahren. Speicher sollen systemdienlich genutzt werden, Großspeicher bevorzugt angeschlossen werden, während bei den Übertragungsnetzen Freileitungen bevorzugt und staatliche Beteiligungen erhöht werden, um Kosten zu senken. Strom muss deutlich billiger werden: Eine Absenkung der Stromsteuer auf das EU-Mminimum (um ca. 2 Cent pro Kilowattstunde) sowie ein 600-Stunden-Solarbonus für Haushalte und Unternehmen sollen helfen, die Lasten zu verteilen. Die Digitalisierung des Energiesystems soll Smart Meter bis 2030 flächendeckend ermöglichen, mit netzdienlichen Tarifen und weniger Bürokratie. Ein technologieoffener Kapazitätsmechanismus soll Engpässe in Dunkelflauten absichern, statt neue Fossilkraftwerke zu forcieren, und Netzentgelte sollen durch effizienteren Netzbetrieb, Standardisierung und staatliche Netzbetreiber-Beteiligungen sinken. Die Industriepolitik soll Strompreise durch gezielte Förderung und eine dynamische Netzentgeltgestaltung senken, damit Industrieproduktion verlagert werden kann, während Gas-Entlastungen vermieden werden. Insgesamt will das Paket Deutschland eine starke, erneuerbare, bezahlbare und klimafreundliche Energiezukunft sichern und die Gasabhängigkeit beenden.

Aus liberaler Sicht bietet der Plan Ansätze, die Freiheit erhöhen und Kosten senken, indem Bürokratie abgebaut, Planungssicherheit geschaffen und Investitionen gerecht angereizt werden. Der marktwirtschaftliche Fokus auf raschen Netzausbau, Digitalisierung und standardisierte Abläufe stärkt die individuelle Wahlfreiheit der Verbraucher, ohne staatliche Planwirtschaft. Eine technologieoffene, verlässliche Ausschreibungspolitik für Onshore- und Offshore-Wind signalisiert Investoren Klarheit statt politischer Wille zur bevorzugten Projektauswahl; gleichzeitig müssen Eigentumsrechte respektiert und transparente Genehmigungsverfahren garantiert sein. Das Recht auf Solar und Energy Sharing kann Privathaushalte stärker einbinden, die Netzanbindung zügig erfolgen, faire Einspeisevergütungen sichern, und damit Produzenten- sowie Verbraucherseiten ausbalancieren. Bei Verteilnetzen ist eine stärkere Entbürokratisierung, Standardisierung und Digitalisierung sinnvoll, solange Netzbetriebe robust reguliert bleiben und Redispatch-Mechanismen nicht zu versteckten Subventionen werden. Speicher, Großspeicheranbindung, Freileitungen im Übertragungsnetz und ein moderates staatliches Beteiligungsmodell können Kosten senken, müssen aber Wettbewerb und Eigentumsrechte schützen. Die angestrebte Preisreduktion durch geringere Steuern, netzdienliche Tarife und eine zeitlich begrenzte Industrieentlastung können Verlässlichkeit schaffen, ohne dauerhafte marktverzerrende Subventionen zu etablieren. Ein technologieoffener Kapazitätsmechanismus statt Fossilkraftwerke entspricht liberaler Logik, ebenso wie klare Netzentgeltreformen. Insgesamt führt der Plan zu einer erneuerbaren, bezahlbaren Energieversorgung, doch nur, wenn staatliche Eingriffe beschränkt bleiben, Transparenz herrscht und Wettbewerb stark bleibt.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.gruene.de/artikel/gruener-10-punkte-plan-fuer-das-update-der-energiewende