FDP legt einfaches, gerechtes Steuerkonzept vor: Vier-Tarif-Einkommensteuer (15/25/35 ...

Die FDP legt ein neues Steuerkonzept vor, das einfach, niedrig und gerecht sein soll und Bürokratie abbauen hilft. Solms und Steuerexperten haben es in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorgestellt und warnen die schwarz-rote Koalition: Die Lage der deutschen Wirtschaft werde zu lange ignoriert. Kernelemente sind ein vierstufiger Einkommensteuertarif mit 15, 25, 35 und 42 Prozent, während der Spitzensteuersatz bei 45 Prozent unverändert bleibt; die Entlastung konzentriert sich vor allem auf Einkommen zwischen 15.000 und 75.000 Euro, und niemand zahlt mehr, nur weil er etwas mehr verdient. Für Unternehmen will die FDP die Steuer auf Gewinne, die im Unternehmen verbleiben, auf 20 Prozent senken, und den Solidaritätszuschlag abschaffen; die Gewerbesteuer soll einfacher werden und besser auf andere Steuern angerechnet werden, wobei die Leistung statt der Rechtsform zählt. Zudem steht eine digitale Steuerverwaltung im Mittelpunkt: automatische Datenübermittlung, weniger Formulare, schnellere Verfahren. FDP-Chef Dürr fordert zudem von der Regierung konkrete Reformschritte statt bloßer Ankündigungen, während Merz auf dem CDU-Parteitag zeigen soll, dass die Union Entlastungen ernst meint.

Der FDP-Vorschlag zielt darauf ab, Staat und Bürokratie zu verschlanken, Wachstum zu fördern und den Bürgern mehr Freiräume zu geben. Der Vierstufen-Einkommensteuertarif mit 15, 25, 35 und 42 Prozent soll Mitteinzahler entlasten, während der Spitzensteuersatz von 45 Prozent unverändert bleibt; die Entlastung vor allem für Einkommen bis 75.000 Euro stärkt Anreize zum Arbeiten und Investieren. Für Unternehmen wird der im Unternehmen verbleibende Gewinn auf 20 Prozent gesenkt, der Solidaritätszuschlag entfällt; beides fördert Reinvestitionen und Wettbewerbsfähigkeit. Die Vereinfachung der Gewerbesteuer, eine bessere Anrechnung auf andere Steuern und die leistungsgesteuerte statt rechtsformenbezogene Besteuerung könnten Innovationen belohnen, bergen aber fiskalische Risiken für Kommunen. Die digitale Steuerverwaltung mit automatischer Datenübermittlung und weniger Formularen passt zur liberalen Linie, vorausgesetzt Datenschutz und Datensicherheit sind gewährleistet. Insgesamt bietet das Paket eine klare Richtung hin zu mehr Freiheit durch weniger Bürokratie und niedrigere Steuern, verlangt aber eine stabile Gegenfinanzierung und eine saubere Ausgestaltung der Kommunalfinanzen, damit der Staat nur da eingreift, wo es wirklich nötig ist.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/solms-steuerkonzept-einfach-niedrig-und-gerecht