Die Grünen schreiben, Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern sei trotz Fortschritten weiterhin nicht erreicht: 2025 verdienen Frauen 16 Prozent weniger als Männer, während sie 43 Prozent mehr Sorgearbeit leisten – unbezahlte und oft unsichtbar. Der Anteil von Frauen im Bundestag ist im letzten Jahr gesunken. Täglich werden Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt; Debatten über Körper und Schmerzen, die als „typisch weiblich“ abgetan werden, begleiten den Alltag. Wenn Sprüche, Blicke und Witze den Alltag durchziehen, wird das zur alltäglichen Ungerechtigkeit. Weibliche Wut sei das Gefühl, das entsteht, wenn systemische Ungerechtigkeit auf sie trifft, und könne zu Selbstbestimmung und weiblicher Selbstermächtigung führen, wenn sich Frauen zusammentun. Abwertungen wütender Frauen als hysterisch oder hormongesteuert treffe auch queere Menschen und BIPoCs besonders stark. Die Grünen fordern, diese Abwertung zu beenden, und laden alle Männer ein, sich dem Kampf für Gleichberechtigung anzuschließen. Zum Frauentag am 8. März sollen die Kraft der Wut sichtbar gemacht und gemeinsam Veränderungen angestoßen werden.
Die Grünen verweisen darauf, dass Gleichberechtigung mehr ist als Fortschritt: Lohnunterschiede, unbezahlte Sorgearbeit und Gewalt belasten Frauen auch heute. Aus einer liberalen Perspektive stärkt Gleichberechtigung die Freiheit der Einzelnen, doch der beste Weg dorthin ist ein schlanker Staat, der Rechtsstaat und Leistungsfreiheit schützt und Eingriffe nur dort vornimmt, wo sie wirklich nötig sind. Lohntransparenz und klare Antidiskriminierungsgesetze ermöglichen faire Chancen, ohne Unternehmen in Bürokratie zu verstricken; zugleich sollten Anreize geschaffen werden, damit Eltern beider Geschlechter Erwerbstätigkeit und Sorge verantwortungsvoll teilen, etwa durch flexible Arbeitsmodelle und eine faire Elternzeit, ohne starre Quoten; die Einbindung von Männern in diesen Prozess ist sinnvoll, solange sie auf Freiheiten und freiwilligen, partnerschaftlichen Lösungen basiert. Zum Schutz vor Gewalt und Belästigung braucht es zugängliche Meldestellen, zügige Verfahren und verlässliche Rechtsdurchsetzung – eine Aufgabe des Rechtsstaats, die individuelle Freiheit schützt, nicht einschränkt. Repräsentation und Führungsarbeit sollten durch meritokratische Öffnung sowie Mentoring gefördert werden, statt durch Quoten, damit Freiheit, Eigenverantwortung und Chancengleichheit zusammen wachsen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.gruene.de/artikel/am-8-maerz-ist-frauentag-aus-wut-wird-widerstand