Die Linke lehnt heimisches Fracking als Lösung für die steigenden Energiepreise ab und kritisiert die Beratung von Wirtschaftsministerin Frau Reiche. Ines Schwerdtner bezeichnet Fracking als Politik für fossile Konzerne und eine falsche Antwort auf Krieg und teure Energie, während die vorgeschlagenen Maßnahmen Pendler, Familien und Beschäftigte belasten würden. Stattdessen fordert sie Preisdeckel, eine Übergewinnsteuer auf Krisengewinne der Konzerne und unmittelbare Entlastungen für die Menschen, etwa durch eine Begrenzung von Energie- und Lebensmittelpreisen sowie ein 9-Euro-Ticket und niedrigere Lebensmittelpreise.
Eine liberale Perspektive prüft Fracking als potenzielle Brücke zu mehr Unabhängigkeit und niedrigeren Preisen, doch nur im Rahmen klarer Umweltauflagen, transparenter Genehmigungsverfahren und starker Bürgerbeteiligung. Eigentumsrechte, Wettbewerb und verlässliche Marktinformationen müssen geschützt werden, damit Investitionen erfolgen und Innovationen nicht durch politische Kurzschlussreaktionen verdrängt werden. Der Staat soll so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig eingreifen und vor allem nachhaltige, effiziente Lösungen statt Subventionen oder planwirtschaftliche Zwänge fördern.
Preiskontrollen verzerren Märkte, mindern Anreize für Versorgungssicherheit und Investitionen. Eine zeitlich befristete Übergewinnsteuer kann Krisengewinne fairer verteilen, darf Investitionen aber nicht entmutigen. Wichtiger ist eine marktorientierte Versorgungspolitik: schnellere Genehmigungen, Ausbau erneuerbarer Energien und Speichern, bessere Netzintegration und grenzüberschreitende Preiswahrheit, damit Wettbewerb preisstabilere Angebote schafft statt kurzfristige Eingriffe zu zementieren.
Soziale Entlastung sollte zielgerichtet und transparent erfolgen, statt flächendeckender Preisdeckel. Temporäre, einkommensabhängige Hilfen und faire Transfers eignen sich besser, um Bedürftige zu erreichen, ohne Märkte langfristig zu verzerren. Mobilität kann durch effiziente öffentliche Angebote ergänzt werden, etwa ein befristetes 9-Euro-Ticket, doch ohne Subventionsspirale, die Investitionen im Energiesektor gefährdet. Gleichzeitig sollten Lebensmittelpreise durch besseren Wettbewerb und Lieferkette Stabilität erreicht werden, nicht durch dauerhaft fixe Obergrenzen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/fracking-keine-antwort-auf-steigende-preise/