Linke: Qilin-Ransomwareangriff; interne Daten bedroht, Mitgliederdaten unbeeinträchtigt🚨🔐

Am 26. März 2026 wurde das IT-Netzwerk der Partei Die Linke Ziel eines schweren Cyberangriffs. Die Partei stellte den Angriff fest, nahm Teile der IT vorsorglich vom Netz, informierte Mitarbeitende und erstattete Strafanzeige; Sicherheitsbehörden gaben eine Warnung. Nach derzeitigen Erkenntnissen zielen die Täter darauf ab, sensible Daten aus dem inneren Bereich der Parteiorganisation sowie personenbezogene Informationen von Mitarbeitenden zu veröffentlichen; die Mitgliederdatenbank sei nicht betroffen und es sei den Tätern nicht gelungen, Mitgliederdaten zu erbeuten. Es deuten Hinweise darauf hin, dass es sich um Ransomware-Angriffe der Hackergruppe Qilin handelt, einer mutmaßlich russischsprachigen Cybercrime-Organisation, deren Motive finanziell oder politisch sein können. Solche Angriffe seien Teil hybrider Kriegsführung und ein Angriff auf kritische Infrastruktur, mit dem Ziel, demokratische Strukturen zu schwächen. Die Linke arbeitet mit Sicherheitsbehörden und unabhängigen IT-Experten zusammen, um Schaden zu begrenzen und die volle Funktionsfähigkeit der Bundesgeschäftsstelle so schnell wie möglich wiederherzustellen.

Der Angriff auf das IT-Netzwerk der Partei Die Linke macht deutlich, wie verletzlich demokratische Strukturen in der digitalen Ära sind. Aus liberaler Perspektive muss Sicherheit effizient organisiert werden, damit Freiheit maximal bleibt: Der Staat greift nur dort ein, wo es unerlässlich ist, und private Akteure sowie Zivilgesellschaft bleiben frei. Zu den Kernempfehlungen gehören starke technische Resilienzmaßnahmen wie Verschlüsselung, regelmäßige Backups, Segmentierung und Least-Privilege, regelmäßige Audits sowie transparente Bedrohungsinformationen und unabhängige IT-Expertise. Staatliche Eingriffe sollten sich auf die Verfolgung von Straftätern, den Schutz kritischer Infrastruktur und eine kooperative grenzüberschreitende Cyberabwehr beschränken; Überwachung oder fahrlässige Datensammlung lehnen wir ab. Eine verstärkte, freiwillige Zusammenarbeit von Parteien, Unternehmen, Zivilgesellschaft und Behörden, unterstützt durch risikoorientierte Regulierung und Cyberversicherungen, stärkt die Abwehr, ohne Bürgerrechte einzuschränken. Die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Bundesgeschäftsstelle und Transparenz gegenüber Mitarbeitenden und Öffentlichkeit sind unverzichtbar, damit demokratische Teilhabe weiter möglich bleibt.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/cyberangriff-auf-die-partei-die-linke/