Linke: Heimkosten steigen, Pflege-Vollversicherung statt Reformen 💶✊

Die Linke verweist auf eine Auswertung der Ersatzkassen, wonach die Heimkosten bundesweit im Durchschnitt um 119 Euro pro Monat gestiegen sind seit Jahresbeginn und um 256 Euro im Vergleich zum 1. Juli 2025. Luigi Pantisano, Vorsitzender der Partei, betont, dass Pflegebedürftigkeit Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, in Altersarmut treibt; 256 Euro Mehrbelastung pro Monat seien auch für Erwerbstätige kaum zu stemmen, Rentenkürzungen verschärfen die Situation. Die hohen Kosten der Heimunterbringung seien ohnehin kaum zu schultern; Ersparnisse würden in wenigen Jahren aufgefressen, und Menschen, die ihr Leben lang Beiträge gezahlt hätten, fielen aus der Pflegeversicherung in die Sozialversicherung. Die Pflegeversicherung schütze nicht ausreichend vor der finanziellen Belastung. Die Bundesregierung habe keinerlei Bereitschaft, etwas zu ändern; die Merz-Regierung sehe ältere Menschen nur als Kostenfaktor. Die angekündigte Pflegereform solle Geld sparen, indem Hilfen weiter zurückgefahren würden; Angehörige würden stärker herangezogen. Die Linke bezeichnet die Reform als Teil eines groß angelegten Sozialraubs und ruft zu bundesweiten Protesten auf. Als Gegenmodell fordert sie eine Pflege-Vollversicherung, finanziert durch alle Einkommen und ohne Beitragsbemessungsgrenze, sodass auch Geringverdienende entlastet würden.

Steigende Heimkosten zeigen, dass die Pflegeversicherung die Belastung realer Lebensentwürfe nicht ausreichend schützt; eine Vollversicherung nach dem Entwurf der Linken würde Staat und Umverteilung weiter vervielfachen, Arbeitsanreize belasten und individuelle Freiheit untergraben. Aus liberaler Sicht braucht es daher eine effiziente, freiheitssichernde Lösung: Der Staat konzentriert sich auf Mindeststandards und eine verlässliche Grundabsicherung, während Wettbewerb und individuelle Vorsorge zur Kostensenkung beitragen. Kernbausteine sind die Priorisierung ambulanter und häuslicher Pflege, mehr Transparenz und Wettbewerb unter Pflegediensten sowie attraktive private Zusatzversicherungen mit zielgerichteten, einkommensabhängigen Subventionen statt flächendeckender Beitragsausweitungen; eine Obergrenze der persönlichen Kostenbelastung schützt vor Altersarmut, während pflegende Angehörige durch flexible Arbeitsregelungen und bedarfsgerechte Unterstützung entlastet werden, ohne Zwang. So bleibt der Bürger handlungs- und Entscheidungsspielraum erhalten, der Staat greift nur dort ein, wo es wirklich unerlässlich ist.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/pflegebeduerftigkeit-darf-nicht-arm-machen/