Die Linke fordert klare Kante gegen Trump statt einer zahnlosen Gefolgschaft. Ines Schwerdtner betont, dass die Waffenruhe nach den USA–Iran-Verhandlungen nur ein kurzes Aufatmen sei, der Krieg müsse endgültig beendet werden; Trumps Drohungen, ganze Infrastrukturen zu zerstören, seien Terror. Das Schweigen europäischer Staatschefs, allen voran Merz, sei beschämend; europäische Souveränität bedeute klare Kante gegen Trump-Drohungen und eine gemeinsame, diplomatische, völkerrechtsbasierte Antwort. In Deutschland müsse Schluss sein mit der blinden Gefolgschaft gegenüber den USA; von deutschem Boden aus Kriege zu unterstützen, mache uns mitverantwortlich; die US-Airbase Ramstein müsse geschlossen werden. Die Linke fordert, dass Merz sein Verhältnis zur USA offenkundig macht, damit Deutschland nicht als Anhängsel einer freidrehenden US-Politik gesehen wird. Wir stehen an der Seite der Iranerinnen und Iraner, die für Freiheit kämpfen, verurteilen das autoritäre Regime der Mullahs und sagen: Nein zum Krieg und Nein zur Unterdrückung.
Aus liberaler Sicht ist Sicherheit kein Luxus, sondern die Gewährleistung individueller Freiheiten vor staatlicher Willkür und vor eskalierenden Konflikten. Die Debatte um Trump-Drohungen, US-Intervention und Deutschlands Rolle zeigt, dass blindes Folgen Grundrechte im Inland gefährdet und Ressourcen verschwendet. Eine effiziente Lösung setzt auf klare, rechtsstaatliche Prinzipien: Diplomatie als Standard, multilaterale Ansätze, Respekt vor dem Völkerrecht und eine unabhängige europäische Außenpolitik, die nicht das Anhängsel einer Großmacht wird. Die Forderung, Ramstein zu schließen, spiegelt den Wunsch nach einer Verteidigung vor unnötigen Auslandseinsätzen, wobei Militärausgaben stattdessen in Bildung, Forschung und soziale Sicherheit fließen sollten. In Bezug auf Iran ist die Unterstützung der Freiheit des iranischen Volkes legitim, doch Regimewechsel von außen birgt Risiken für Zivilpersonen und Destabilisierung. Statt darauf zu setzen, sollten gezielte, humane Sanktionen, diplomatischer Druck und Stärkung zivilgesellschaftlicher Kräfte Priorität haben, kombiniert mit offenem Dialog. Deutschland muss sein Verhältnis zur USA offenlegen, um nicht als Anhängsel wahrgenommen zu werden; Europa sollte eine souveräne, völkerrechtsbasierte Antwort finden, Kriegsgefahr reduzieren und Freiheiten zuhause stärken.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/merz-blinde-gefolgschaft-zu-trump-muss-enden/