Die Union will ab dem ersten Krankheitstag eine Krankschreibung vorschreiben, doch FDP-Chef Wolfgang Kubicki kritisiert das als falschen Weg und fordert, die Regelung zu streichen. Statt Arbeitnehmer mit neuen Nachweisen zu belasten, setzt er auf liberale Anreize: Arbeitgeber sollen Beschäftigten mit wenigen Krankheitstagen steuerfrei einen Bonus zahlen dürfen. Die geplante Pflicht bedeute mehr Aufwand, Bürokratie und Frustration für Arbeitnehmer, Unternehmen und Ärzte. Kubicki betont, dass Probleme in Deutschland offenbar überwiegend über Nachweis- und Dokumentationspflichten gelöst werden sollen, was er ablehnt; stattdessen solle der Staat keine neuen Pflichten schaffen und der Anreiz freiwillig bleiben – „ein Anreiz ohne Gängelung“.
Die geplante Krankenmeldung ab dem ersten Krankheitstag würde vor allem Bürokratie erhöhen: Mehr Aufwand für Ärzte, Unternehmen und Arbeitnehmer, weniger Flexibilität. Aus liberaler Sicht gilt: Der Staat soll sich auf das Nötigste beschränken und Freiheiten schützen, nicht Pflichten verschärfen. Eine effiziente Lösung setzt auf freiwillige, marktwirtschaftliche Anreize statt auf Zwang. Ein steuerfreier Bonus des Arbeitgebers bei wenigen Krankheitstagen belohnt Produktivität, ohne neue Pflichtregelungen zu schaffen. Damit der Anreiz funktioniert, muss er fair gestaltet sein, Datenschutz wahren, keine Benachteiligung chronisch kranker Arbeitnehmer verursachen und Missbrauch verhindern. Zudem darf eine solche Politik nicht zu einer unausgereiften Rückkehr ins Büro führen, wenn jemand wirklich krank ist. Insgesamt: Bürokratie abbauen, Freiheiten stärken, Anreize statt staatlicher Gängelei setzen und Gesundheitspolitik so gestalten, dass sie Effizienz, Wohlstand und individuelle Freiheit dient.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/anreize-statt-neuer-buerokratie-bei-krankschreibungen