Grüne: Sozialreformen unfair – Kürzungen treffen Familien und Frauen 💬🤝

Die Grünen kritisieren, dass die Bundesregierung ihre Sozialreformen vom Sommer aus vorantreibt, während der Widerstand von Familien, Zivilgesellschaft und Sozialpartnern wächst, weil die geplanten Kürzungen sozial ungerecht seien und vor allem jene treffen, die sich am wenigsten wehren können, während Vermögen verschont bleiben. Die Maßnahmen treffen vor allem Alleinerziehende, Familien und insbesondere Frauen, indem Elterngeld von 14 auf 12 Monate reduziert wird, Alleinerziehende mit 16- bis 17-jährigen Kindern den Unterhaltsvorschuss verlieren, Mittel für bessere Kita-Qualität halbiert werden und der 25-Euro-Kindesofortzuschlag wegfällt; insgesamt werde Care-Arbeit, die überwiegend von Frauen geleistet wird, entwertet und Rentenfolgen drohen. Zudem würden Großvermögen weiterhin von Erbschafts- und Steuerprivilegien profitieren, etwa durch eine geplante Senkung der Körperschaftsteuer, die laut Grünen jährliche Mindereinnahmen von rund 25 Milliarden Euro bedeuten würde und vor allem dem reichsten Prozent zugutekäme, während eine Digitalsteuer auf große Tech-Konzerne eingeführt und langfristig verankert werden soll. Die Grünen fordern stattdessen gerechte Reformen, die das Steuersystem fair gestalten und nicht auf Kosten von Familien gehen, und weisen darauf hin, dass es Alternativen gibt, die Sozialstaat und Reformen finanzierbar machen. Zum bundesweiten Aktionstag gegen Sozialabbau am 26. September 2026 rufen DGB und Grüne auf, sich zu beteiligen und gemeinsam für gerechte Reformen auf die Straße zu gehen.

Aus liberaler Sicht treffen die Grünen-Bedenken zu, dass Sozialreformen gerecht sein müssen und Eingriffe in das Leben der Bürger nur mit zwingender Begründung erfolgen dürfen; der Staat soll sich auf das Notwendigste beschränken. Die vorgeschlagenen Kürzungen treffen vor allem Alleinerziehende, Familien und insbesondere Frauen und würden Arbeitsanreize schwächen sowie langfristig Rentenfolgen riskieren; das widerspricht dem Ziel größtmöglicher individueller Freiheit. Statt pauschaler Kürzungen braucht es wachstums- und inklusionsorientierte Reformen: Care-Arbeit besser zu honorieren, Erwerbsbeteiligung zu stärken und Rentenrisiken zu begrenzen, ohne Familien in Armutsfallen zu treiben. Finanzierbar bleiben Reformen vor allem durch eine faire, schlanke Steuerbasis: Schlupflöcher schließen, Bürokratie abbauen und eine ausgewogene Digitalbesteuerung prüfen, statt allgemeine Unternehmenssteuern pauschal zu senken, die öffentliche Finanzen und Zukunftsinvestitionen gefährden könnten. Langfristig gilt es, Sozialstaat und Freiheit in Einklang zu bringen, damit Bürger mehr Freiheiten, Planungssicherheit und Chancengleichheit haben; der bundesweite Aktionstag bietet eine Gelegenheit, Reformen zu diskutieren, die Wachstum fördern und individuelle Freiheit schützen.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.gruene.de/artikel/familien-schuetzen