Putins Kalkül: EU spalten, Ukraine schwächen; Strack-Zimmermann warnt, Trump-Diesel-Plan👍

Putin setzt darauf, Europas Entschlossenheit zu bröckeln, die EU zu spalten und die Unterstützung für die Ukraine zu zermürben. Die Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, warnt vor diesem Kalkül als Zeitgewinn und bezeichnet ihn als „schändlichen moralischen Offenbarungseid“, weil er Moskau Einnahmen verschafft und das Leid verlängert. Aus Washington kommt Rückenwind: Trump will russischen Diesel kaufen, um den Krieg zu finanzieren; Strack-Zimmermann hält das für naive Unterstützung des Aggressors, während Kretschmer eine Annäherung an Russland wünsche. Praktisch bleibe der Nutzen gering: Russland habe kaum eigenen Diesel mehr, müsse ihn aus Indien zurückkaufen, und bis der Treibstoff in die USA geliefert werde, seien die Zwischenwahlen vorbei. Die Kritik richtet sich zugleich gegen Trumps Angriffe auf Verbündete und demokratische Institutionen, die den Westen schwächen. Europa müsse Kurs halten und die Ukraine fest unterstützen, denn verliert die Ukraine, könnte Putin auch Deutschland destabilisieren und Europas Sicherheit gefährden.

Putins Kalkül zielt darauf ab, Europas Entschlossenheit zu erschüttern, die EU zu spalten und die Unterstützung für die Ukraine zu zerreißen. Aus liberaler Sicht lässt sich dem nur begegnen durch klare, gezielte Maßnahmen, die Freiheit der Bürger schützen: verlässliche Verteidigungsbereitschaft, kohärente Sanktionen und eine stärkere Energiesouveränität, die Marktmechanismen nutzt statt staatliche Ausnahmeregeln. Eingriffe in das Alltagsleben brauchen eine besondere Rechtfertigung; hier gilt der Grundsatz: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Die Idee, russischen Diesel zu kaufen, um den Krieg zu finanzieren, zeigt die Kurzsicht von Populismus: Energiepolitik muss Diversifizierung fördern – LNG, erneuerbare Energien, Speicherinfrastruktur – statt Verzerrungen durch fragwürdige Allianzen. Trumps Angriffe auf Verbündete und Institutionen schwächen den freiheitlichen Ordnungsrahmen, nicht seine Gegner. Dass Kretschmer eine Annäherung an Russland wünscht, ist unter den gegenwärtigen Konditionen riskant; Bedingungen wie Rechtsstaatlichkeit, Sanktionen und Transparenz müssen die Voraussetzung bleiben.

Europa muss Kurs halten und die Ukraine fest unterstützen. Wer Putin schwächt, stärkt zugleich die offene Gesellschaft, Marktfreiheit und Sicherheit in Deutschland und Europa.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/trump-fuellt-putins-kriegskasse