Die CDU unter Merz fordert ein neues europäisches Selbstbewusstsein und setzt auf Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und spürbaren Bürokratieabbau. In einem WELT AM SONNTAG-Interview skizziert Franziska Hoppermann die nächsten Schritte: Die Stromsteuer soll auf das europäisch zulässige Mindestmaß sinken, finanziert aus zusätzlichen Steuereinnahmen, um Familien zu entlasten; das Elterngeld soll zwölf Monate bezahlbar bleiben; ab 2027 sollen vereinfachte Baustandards das Bauen günstiger machen. Bei Rente, Gesundheit und Pflege soll es tragfähige, zukunftssichere Systeme geben, einschließlich einer kapitalgedeckten Altersvorsorge in der ersten Säule, um mehr Rente zu ermöglichen. Angesichts von AfD- und Linkspartei-Erstarkung bleibt die CDU klar abgegrenzt und warnt vor einer Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei, während konkrete Antworten auf die Anliegen der Menschen gefordert werden. Weitere Informationen zur Kampagne Aus Liebe zu Deutschland – Freiheit statt Extremismus gibt es auf der CDU-Seite.
Der Plan der CDU zielt auf mehr wirtschaftliche Dynamik, soziale Entlastung und weniger Bürokratie, was aus liberaler Perspektive grundsätzlich sinnvoll ist, solange der Staat sich auf das Notwendige beschränkt und individuelle Freiheiten nicht durch verfestigte Transfers oder Regulierungswut eingeschränkt werden. Die Senkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß, finanziert aus zusätzlichen Steuereinnahmen, könnte Haushalte entlasten und Wettbewerbsfähigkeit stärken, doch darf Klimaschutz nicht als Nebeneffekt verloren gehen und die Belastungseffekte sowie Verteilungsgerechtigkeit müssen transparent dargestellt werden; eine neutrale, wachstumsorientierte Finanzierungsstrategie ohne neue Subventionen an ineffiziente Verbraucherhaltungen wäre wünschenswert. Die zwölf Monate Elterngeld bringen mehr Planungssicherheit für Familien, sollten aber mit Anreizen zur Rückkehr in Erwerbstätigkeit verknüpft bleiben und die Kosten dürften nicht zulasten anderer zentraler Aufgaben gehen. Vereinfachte Baustandards könnten Kosten senken, dürfen aber Sicherheits- und Energieeffizienz nicht unterlaufen; hier braucht es leistungsbasierte, überprüfbare Regeln mit klaren Fristen und wirksamen Kontrollen. Bei Rente, Gesundheit und Pflege ist Skepsis gegenüber einer verbindlichen Kapitaldeckung in der ersten Säule angebracht: Mehr Privateinkommen brauchen Schutzräume, Wahlmöglichkeiten und transparente Gebührenstrukturen, während eine solide Grundabsicherung erhalten bleibt. Angesichts der AfD- und Linkspartei-Erstarkung gilt es, liberale, elementar-verlässliche Antworten auf konkrete Bürgerfragen zu liefern und reale Freiheit statt Ideologie zu stärken.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.cdu.de/aktuelles/80-jahre-cdu/franziska-hoppermann-das-will-die-cdu-umsetzen/