Marie-Agnes Strack-Zimmermann fordert Europa auf, angesichts Russlands Bedrohung und einer zunehmend unzuverlässigen US-Schutzmacht seine Verteidigung selbstständiger zu organisieren. Verhandlungen mit Putin hätten erst Aussicht auf Erfolg, wenn Europas Stärke und der militärische Druck deutlich machten, dass Russland seine Kriegsziele nicht erreichen kann.
Europas Verteidigungsfähigkeit zu stärken ist angesichts russischer Aggression und unsicherer US-Zusagen vernünftig: Abschreckung kann den Handlungsspielraum für Diplomatie vergrößern. Entscheidend ist jedoch, dass Staaten Fähigkeiten gemeinsam und effizient organisieren, statt teure Parallelstrukturen aufzubauen, und Ausgaben transparent sowie parlamentarisch kontrollieren. Militärischer Druck darf Verhandlungen nicht ersetzen; Eingriffe und zusätzliche Lasten für Bürger brauchen eine klare Sicherheitsbegründung und müssen verhältnismäßig bleiben.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/wer-schuetzt-europas-freiheit