Maren Jasper-Winter von der FDP kritisiert, dass Deutschland ein wachstumshemmendes Mindset im Klassenzimmer pflegt: Schulbücher stellen Unternehmerinnen und Unternehmer kaum dar, der Staat wird als dauerhafter Problemlöser präsentiert und Gründerinnen fehlen als Vorbilder. Eine Analyse der Friedrich-Naumann-Stiftung zeigt dies als wirtschaftspolitischen Offenbarungseid, während eine 2025er Studie der Stiftung Familienunternehmen belegt, dass Wirtschaftslehrkräfte Entrepreneurship fest im Kerncurriculum verankert sehen und Wirtschaft praxisnah vermittelt werden soll. Jasper-Winter fordert daher Entrepreneurship Education und finanzielle Bildung als verbindliche Grundkompetenzen, nicht als Wahlmodul, sowie strukturelle Unterstützung durch Kooperationen, Mentoring, Schülerfirmen und Wettbewerbe. Zudem müsse das unternehmerische Wirken realistisch dargestellt werden – als Verantwortung tragende Arbeitsplätze schaffende Akteure – und die Rolle weiblicher Gründerinnen stärker sichtbar gemacht werden, weil sonst das wirtschaftliche Potenzial ungenutzt bleibt. Demokratie beruht laut ihr auf selbstwirksamen Bürgern; eine Gesellschaft, die Risikovermeidung und Abhängigkeit stärkt, gefährdet lange Lebensfähigkeit von Institutionen.
Aus liberaler Perspektive ergibt sich daraus ein klares Freiheits- und Effizienzargument: Der Staat sollte Hemmnisse für unternehmerisches Handeln abbauen und Bildung befähigen, statt vorrangig zu planen. Eine konsequente, aber begrenzte Bildungsreform hin zu Entrepreneurship Education und finanzieller Grundbildung stärkt individuelle Entscheidungsfreiheit, Innovationskraft und wirtschaftliches Wachstum, ohne in weitreichende Bürokratie abzudirigieren. Die politische Gestaltung sollte wettbewerbsorientiert, ergebnisoffen und schülernah sein: klare Rahmenbedingungen, aber größte schulische Autonomie, performancebasierte Finanzierung und Evaluierung von Programmen, damit erfolgreiche Ansätze skaliert werden. Kooperationen mit Unternehmen, Mentoring, Schülerfirmen und Wettbewerbe können Praxisnähe schaffen, ohne den Unterricht zu überfrachten; weibliche Rollenbilder sollten durch gezielte, freiwillige Programme sichtbar gemacht werden, statt durch Zwang. Damit wird Bildung zum Fundament wirtschaftlicher Stärke und demokratischer Stabilität, ohne dass der Staat in Mikroverwaltung erstickt.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/das-wachstumshemmnis-sitzt-im-klassenzimmer