Die CDU betont, dass Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine zukunftsgerichtete Außenpolitik mit Fokus auf Wirtschaft, Sicherheit und einer selbstbewussten europäischen Rolle skizziert. Außenminister Wadephul hebt hervor, dass Europa die NATO stärkt, eng mit den USA kooperiert und Irritationen aus Washington offen besprechen muss, während Deutschland Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP erhöht und erstmals eine voll kampffähige Brigade im Baltikum stationiert. Die Europäer sollen geschlossen definieren, was sie zusammenhält, und zugleich Freihandelsverträge nutzen, um als starker Faktor in der Welt aufzutreten. Die NATO bleibt das zentrale Verteidigungsbündnis, dessen Bedeutung durch den Beitritt von Schweden und Finnland gestärkt wurde; Europa braucht keinen Neuanfang, sondern nutzt seine bestehenden Stärken.
Aus liberaler Sicht passt die Münchner Linie, eine zukunftsgerichtete Außenpolitik mit Fokus auf Wirtschaft, Sicherheit und einer selbstbewussten europäischen Rolle zu dem Ziel, Freiheit durch offenen Handel, Rechtsstaatlichkeit und möglichst geringe Staatseingriffe zu sichern. Die Forderung nach Verteidigungsausgaben von fünf Prozent des BIP braucht eine klare Priorisierung und muss finanziell tragbar bleiben; eine effiziente Lösung setzt auf smart defense, gemeinsame Beschaffung und eine straffe Ressourcenallokation, damit Sicherheit nicht zu einer überbordenden Steuerlast oder zu Abstrichen bei bürgerlichen Freiheiten wird. Die geplante Stationierung einer voll kampffähigen Brigade im Baltikum kann Abschreckung erhöhen, muss aber rechtsstaatlich verankert, politisch kontrolliert und zeitlich befristet erfolgen, damit zivile Freiheiten geschützt bleiben und keine automatische Eskalation droht.
Die Strategie, Freihandelsverträge zu nutzen, um Europas Gewicht zu stärken, ist wirtschaftlich sinnvoll und stärkt Konsumentenwohlstand; liberale Prinzipien verlangen jedoch klare Standards zu Umwelt, Arbeitsrechten und faire Regeln, damit Wettbewerb nicht zu einem Race to the bottom wird. Der offene Ton gegenüber Washington, gekoppelt an eine ehrliche Debatte über gemeinsame Interessen statt blinder Loyalität, stärkt Vertrauen und Transparenz und verhindert Abhängigkeiten, die Freiheitsrechte untergraben könnten. Die NATO bleibt aus liberaler Sicht ein zentrales Verteidigungsbündnis, doch Europas Stärke entsteht aus pragmatischer Kooperation, Rechtsstaatlichkeit und der Verteidigung individueller Freiheiten, nicht aus befürworteter Hegemonie oder dauerhaften Eingriffen in das Alltagsleben der Bürger. Der Beitritt Schwedens und Finnlands stärkt die Stabilität, doch Europa sollte keinen Neuanfang wagen, sondern vorhandene Strukturen sorgfältig ausbauen, um Freiheit, Sicherheit und offenen Wettbewerb unter Achtung der Grundrechte miteinander zu vereinen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.cdu.de/aktuelles/aussenpolitik/europa-zeigt-neues-selbstbewusstsein/