Der CDU-Wahlkampf in Baden-Württemberg fokussiert sich auf Wirtschaft als Grundlage von Wohlstand und Arbeitsplätzen. Manuel Hagel wird als Ministerpräsident präsentiert, der die Wirtschaft im Südwesten stärken soll. Carsten Linnemann sagt im WELT-TV-Interview: Wer AfD oder FDP wählt, schwächt die CDU und stärkt die Grünen. Trotz eines erkennbaren Aufschwungs sei die Wirtschaft anfällig, weshalb eine wirtschaftsfreundliche Politik nötig bleibe, etwa mit dem gesenkten Industriestrompreis; die Auftragslage verbessere sich, Gründungen nahmen zu und mehr Direktinvestitionen flössen ins Land. Linnemann kritisiert die Grünen dafür, dass ihr Spitzenkandidat Umweltbelange über Wirtschaftsinteressen stelle, und betont, dass ein Grünen-Ministerpräsident grüne Politik mache. Die Entscheidung in Baden-Württemberg sei daher eine Frage, ob man einen Wirtschaftskompass wie Hagel oder eine grüne Politik wählt. Wer CDU wählt, wählt laut Linnemann CDU-Politik; eine grüne Regierung bedeute grüne Prioritäten statt Wirtschaft.
Aus liberaler Sicht arbeitet die Debatte in Baden-Württemberg auf die Kernfrage hinaus: Welche Politik erhöht Freiheit und Wohlstand bei möglichst geringem Staatsauftrag? Ein gesenkter Industriestrompreis mag kurzfristig die Wettbewerbsfähigkeit stärken, doch er verzerrt Märkte, belastet den Haushalt und schafft Abhängigkeiten von Subventionen. Besser sind generelle, steuerliche Entlastungen, Bürokratieabbau, stabile Rechtsrahmen, Investitionen in Bildung und Infrastruktur sowie eine wettbewerbsorientierte Energiepolitik. Umweltziele müssen marktwirtschaftlich, technologieoffen und effizient erreicht werden, zum Beispiel über einen transparenten Emissionshandel und klare, zeitlich befristete Förderstrukturen mit Sunset-Klauseln, statt einer planwirtschaftlich dominierten Regulierung. Die Frage, ob Hagel oder eine grüne Regierung gewählt wird, geht darum, welches Modell den Bürgern mehr Freiheit bietet: Wachstum, Eigentums- und Vertragsrechtssicherheit, flexible Arbeitsmärkte und bessere Chancen für Gründer; oder stärkere Regulierung, die die Entscheidungen der Wirtschaft stärker lenkt. Die liberalen Kriterien verlangen, dass staatliche Eingriffe nur dort erfolgen, wo sie wirklich notwendig sind, mit klarer Begründung, Verhältnismäßigkeit und ohne Klientelpolitik. Fortschritt entsteht durch verlässliche Rahmenbedingungen statt durch Subventionslogik oder ideologiegetriebene Prioritäten.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.cdu.de/aktuelles/landtagswahlen/linnemann-wer-afd-oder-fdp-waehlt-bekommt-die-gruenen/