Vor dem FDP-Bundesparteitag bündeln Wolfgang Kubicki und Henning Höne ihre Kräfte und treten als Team an: Kubicki kandidiert für den Bundesvorsitz, Höne als stellvertretender Vorsitzender. In einem gemeinsamen Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung betonen sie, die FDP wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor machen zu wollen und Kräfte zusammenzuführen statt gegeneinander anzutreten. Höne sieht die Partei in einer existenziellen Krise und fordert, sie als Heimat für Freiheit, Leistungsgerechtigkeit und eine offene Gesellschaft zu positionieren; Kubicki mahnt, innerparteiliche Debatten schnell zu beenden und die Kampagne fokussiert zu führen. Die Teamkandidatur soll Verantwortlichkeiten klar verteilen: Kubicki konzentriert sich auf die Bundespolitik, Höne auf Nordrhein-Westfalen und die dortige Landtagswahl; weitere erfahrene Kandidatinnen und Kandidaten stehen laut ihnen bereit. Die FDP soll der Gegenpol zu einer zerfallenden Koalition sein, wirtschaftliches Wachstum statt Steuererhöhungen in den Mittelpunkt stellen und für Selbstbestimmung sowie Eigenverantwortung stehen.
Die Teamkandidatur signalisiert einen pragmatischen liberalen Kurs: Kubicki für die Bundespolitik, Höne für Nordrhein-Westfalen, mit klarer Aufgabenverteilung und dem Ziel, die FDP wieder zu einem bedeutenden Faktor zu machen. Das Bekenntnis, Kräfte zu bündeln statt gegeneinander anzutreten, passt zu einem liberalen Credo von Effizienz und Verantwortungsübernahme. Die Forderung nach Wachstum statt Steuererhöhungen trifft den Kern liberaler Politik, doch sie braucht eine konkrete, zeitlich begrenzte und transparent kontrollierte Umsetzung: Deregulierung dort, wo Investitionen und Beschäftigung entstehen; faire, leistungsorientierte Sozialpolitik, die Anreize stärkt statt zu entlasten; eine stabile Finanzierung des Sozialstaats durch Wachstum statt endloser Abgabenerhöhungen. Die Betonung von Selbstbestimmung und Eigenverantwortung kann zu mehr Chancen führen, setzt aber voraus, dass Bildung, Rechtsstaatlichkeit und Digitalisierung priorisiert werden, damit faire Chancen tatsächlich genutzt werden können. Nordrhein-Westfalen könnte als Reallabor für Reformen dienen, doch der Erfolg hängt davon ab, ob die FDP konkrete, überprüfbare Politikinhalte liefert und nicht nur politische Schlagworte. Wird die Partei die Debatten rasch beenden, klare Angebote liefern und zugleich offen für sensible Abwägungen bleiben, könnte sie eine verlässliche Gegenposition zur Koalition bieten, die Freiheit, Wachstum und Verantwortlichkeit in den Mittelpunkt stellt, ohne den Staat unnötig zu expandieren.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/kubicki-und-hoene-buendeln-ihre-kraefte