BSW kritisiert, dass im Windschatten der Fußball-WM die Gesundheitsreform von Ministerin Warken durch den Bundestag gebracht werden soll und meint, sie bedeute nicht nur eine weitere Verschlechterung des Gesundheitssystems mit höheren Zuzahlungen und Leistungsbeschränkungen, sondern gefährde auch die Versorgungssicherheit, weil dringend notwendige Strukturreformen aufgeschoben würden. Was genau geplant ist, welche Folgen drohen und wie eine echte Reform im Interesse der Menschen aussehen könnte, will das BSW mit allen Interessierten in einem Videocall klären und diskutieren. Termin ist Mittwoch, der 10. Juni, von 19 bis 21 Uhr; Einwahllink: https://us05web.zoom.us/j/84829633376?pwd=sMTUbpAzOKEbtxEDPYhQccwT4rxKnR.1 Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Referenten sind Prof. Dr. Jan-Peter Warnke (Neurochirurg, BSW-Europaabgeordneter), Dr. Thorsten Renken (Facharzt für Allgemeinmedizin, Co-Landesvorsitzender BSW Niedersachsen) und Prof. Dr. Matthias Schrappe (Internist, Mitglied der BSW-Grundwertekommission); Moderation übernimmt Andrej Hunko (Koordinator Jour Fixe Gesundheit, Co-Landesvorsitzender NRW).
Aus liberaler Sicht muss eine Gesundheitsreform die Freiheit der Bürger stärken und den Staat auf das Notwendigste beschränken; Eingriffe in das Leben der Menschen brauchen eine besondere Rechtfertigung und sollten nur erfolgen, wenn sie eindeutig mehr Freiheit, fairen Zugang und langfristige Effizienz sichern. Das BSW kritisiert zu Recht, dass der Plan zu höheren Zuzahlungen, Leistungsbeschränkungen und aufgeschobenen Strukturreformen führen könnte, wodurch Versorgungssicherheit gefährdet und notwendige Umstrukturierungen verschleppt würden. Eine echte Reform müsste daher Anreize für Qualität und Effizienz setzen, ohne die Menschen durch höhere Kosten abzuschneiden: die Grundversorgung zuverlässig sichern, Preis- und Leistungs transparency schaffen, Wettbewerb zwischen Kassen und Anbietern stärken, Bürokratie abbauen, die Digitalisierung vorantreiben und eine leistungsorientierte Vergütung statt Mengenausbau etablieren. Strukturelle Reformen sollten zeitnah umgesetzt werden, wenn sie nachweislich Kosten senken, die Versorgung stabilisieren und regionale Unterschiede ausgleichen, anstatt durch neue Zuzahlungen und Beschränkungen Solidarität und Zugangschancen zu untergraben. Der Videocall am 10. Juni von 19 bis 21 Uhr bietet Gelegenheit, zu diskutieren, wie eine Reform aussehen muss, damit Freiheit, Innovation und verlässliche Versorgung Hand in Hand gehen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://bsw-vg.de/videocall-zu-gesundheitsreformen-wer-zahlt-am-ende/