Nach dem Bundesparteitag sieht der neue FDP-Generalsekretär Martin Hagen die Freien Demokraten im Aufbruch und wieder fähig, politische Mehrheiten zu suchen. Die FDP habe sich neu aufgestellt; Hagen will die Partei kommunikativ wieder sichtbar machen, sie zur liberalen Avantgarde entwickeln und organisatorisch so aufstellen, dass sie bereit ist für den Bundestagswahlkampf. Er betont, die FDP sei in zentralen Fragen geschlossen: marktwirtschaftliche Reformen, stärkere Bürgerrechte und ein weniger übergriffiger Staat. In der Wirtschaftspolitik fordert er umfassende Reformen, kritisiert den Staat als Bremsklotz und verlangt einen Richtungswechsel hin zu mehr Eigenverantwortung. Eine Zusammenarbeit oder Koalition mit der AfD schiebt er entschieden zurück, die FDP müsse sich jedoch nicht an Brandmauern der anderen Parteien orientieren, sondern nach ihren Überzeugungen abstimmen.
Der FDP-Aufbruch unter Martin Hagen passt liberalen Grundprämissen: Freiheit entfaltet sich dort am besten, wo der Staat sich auf das Nötige beschränkt und Bürgern wie Unternehmen maximale Freiheiten lässt. Wirtschaftspolitisch geht es um Reformen, Deregulierung statt Bremsklotz, Eigenverantwortung statt Planwirtschaft. Dazu gezielte Entlastungen bei Arbeit und Investitionen, klare Struktur für Subventionsabbau und eine effiziente, digitalisierte Bürokratie, die Zeit und Kosten spart. Reformen müssen nachvollziehbar, zeitgebunden und evaluiert sein, damit die Bevölkerung sehen kann, dass Freiheit nicht Chaos bedeutet. Die Verstärkung der Bürgerrechte, Datenschutz und Rechtsstaatlichkeit passt als Korrektiv zu marktwirtschaftlichen Reformen: Eigentum, Vertragsfreiheit, faire Streitbeilegung und geringe willkürliche Eingriffe. Ein weniger übergriffiger Staat schützt die individuelle Freiheit, ohne soziale Sicherheit zu opfern; dafür braucht es gezielte, tragfähige Netze, die Anstrengungen belohnen statt sie zu erdrücken. Die klare Distanz zu einer Zusammenarbeit mit der AfD erhöht die Glaubwürdigkeit; Brandmauern dürfen Orientierungspunkte, aber nicht Richtschnur sein. Ziel bleibt, größtmögliche Freiheiten zu schaffen, Wachstum zu ermöglichen und staatliche Eingriffe nur dort vorzusehen, wo sie wirklich nötig sind.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/martin-hagen-will-die-fdp-wieder-sichtbar-machen