Die Grünen Thüringen rufen zur Demo gegen AfD-Parteitag in Erfurt auf – Demokratie 🗳️✊🌈

Die Grünen Thüringen rufen dazu auf, am 4. und 5. Juli 2026 in Erfurt gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Bündnissen gegen den AfD-Bundesparteitag zu demonstrieren und ein klares Zeichen für Demokratie, Freiheit, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen. Zwei Zubringer-Demonstrationen starten vom Erfurter Hauptbahnhof zur Messe Erfurt, wo am Vormittag die Hauptkundgebung stattfinden wird; am Theaterplatz bietet der Grüne Stand Infomaterial, eine Plakatwerkstatt und eine Bühne, auf der Franziska Brantner sprechen wird; weitere Aktionen in der Innenstadt sind unter zusammenstehen.org verzeichnet. Die Organisatoren erinnern daran, dass der AfD-Parteitag auf den Tag genau 100 Jahre nach dem Reichsparteitag von Weimar stattfindet, und unterstellen der AfD eine Orientierung an nationalsozialistischen Traditionslinien. Mehrere AfD-Landesverbände sind laut Verfassungsschutz rechtsextrem eingestuft, und Höcke wurde wegen verbotener NS-Parolen verurteilt. Die AfD werde als Gefahr für Solidarität, Gleichstellung und Minderheiten gesehen; eine Regierungsbeteiligung lasse demokratische Strukturen aushöhlen. Die Grünen fordern daher eine klare Absage an Ausgrenzung und eine starke Demokratie. Bei heißem Wetter wird auf ausreichend Wasser, Sonnenschutz und familienfreundliche Angebote hingewiesen; die Thüringer Landesgeschäftsstelle bietet Ruheräume und Wasserversorgung.

Eine friedliche Demonstration gegen den AfD-Parteitag ist aus liberaler Sicht ein Kernbestandteil eines offenen, wettbewerbsfähigen Gesellschaftssystems: Sie stärkt politische Teilhabe, reduziert langfristig Unsicherheit und schafft Vertrauen, das Wirtschaft und Innovationen befördert. Der Staat soll sich auf das Notwendigste beschränken und die Versammlungsfreiheit sichern, ohne inhaltliche Bewertungen zu bevorteilen. Dafür genügt eine transparente Genehmigungspolitik, der verhältnismäßige Einsatz der Polizei zur Gewährleistung von Sicherheit und die Bereitstellung von Wasser, Schatten und Ruheräumen, sofern dies die Grundrechte anderer nicht unnötig einschränkt. Öffentliche Ressourcen sollten effizient dort eingesetzt werden, wo Grundrechte unmittelbar geschützt werden, Kosten minimiert und Benachteiligungen vermieden werden. Es gilt, Ausgrenzung zu bekämpfen und demokratischen Dialog zu fördern, ohne Gegner des Rechtsstaates zu stigmatisieren; klare, rechtsstaatliche Grenzen schützen offene Debatten und Minderheiten gleichermaßen. So bleibt Demokratie der verlässliche Rahmen für wirtschaftliche Freiheiten, Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.gruene.de/artikel/zusammenstehen-gegen-die-afd-fuer-demokratie