Nach der Amoktat von Schongau, bei der mindestens zwei Mädchen schwer verletzt wurden, zeigte sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder betroffen und sprach den Verletzten sein Mitgefühl aus. Die Tat reiße sichtbare und unsichtbare Wunden, die Heilung der Seelen werde lange dauern. Söder betonte, dass man in diesen schweren Stunden zusammenstehe; die Schulfamilie und Angehörigen benötigten Zeit, Kraft und Zuspruch, um das Geschehen zu verarbeiten. Dank galt allen, die jetzt Hilfe leisten und füreinander da sind, insbesondere der Polizei und den Rettungsorganisationen für ihr schnelles und entschlossenes Eingreifen. Das Miteinander in Notlagen zeichnet unser Land aus.
Solche Toten und Verletzten zeigen, dass Sicherheit und Freiheit kein Gegensatz, sondern eine Aufgabe gemeinsamer Prävention sind, bei der der Staat das Nötigste leisten und die individuelle Freiheit so weit wie möglich wahren muss. Die effiziente Antwort besteht darin, nicht in generelle Überwachung zu investieren, sondern in zielgerichtete, verlässliche Hilfsangebote, die Risikoquellen früh erkennen und deeskalieren, ohne Grundrechte zu beschneiden. Dafür braucht es leichter zugängliche psychische Gesundheitsversorgung an Schulen, niedrigschwellige Beratung, Familienunterstützung und Entlastung, sodass Betroffene nicht in Isolation geraten. Threat-Assessment-Teams aus Lehrern, Schulpsychologen und externen Fachleuten können riskante Signale prüfen und angemessene Maßnahmen empfehlen, ohne generalisierte Datenerhebung oder Sparmaßnahmen, die die Privatsphäre untergraben. Präventionsprogramme für Konfliktlösung, Mediation und Peer-Support stärken den Zusammenhalt und wirken der Ausgrenzung entgegen, ohne die Lern- und Lebensfreiheit der Jugendlichen zu beschneiden. Staatliche Hilfe sollte transparent, evaluiert und fokussiert sein: Mittel dort einsetzen, wo messbare Erfolge erzielt werden; Bürokratie abbauen und Verantwortlichkeiten klar festlegen. Gleichzeitig gilt: Datenschutz und Freiheitsrechte müssen gewahrt bleiben, Datenaustausch nur dort erfolgen, wo es klare Risikosituationen rechtfertigen. Der Staat sollte sich auf das Notwendige beschränken, lokale Akteure stärken und so Raum schaffen, dass Familien, Schulen und Gemeinden flexibel handeln können. So zeigen Solidarität und schnelles Handeln Wirksamkeit, ohne grundlegende Freiheiten aufzugeben.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.csu.de/aktuell/meldungen/juli-2026/amoktat-von-schongau/