FDP: Elterngeldreform ist Kürzung, 12 Monate, 1900 Euro Max, Mini-Entlastung 🚼💶

Die FDP kritisiert die vom Familienministerium vorgeschlagene Elterngeldreform als Kürzung: Die Bezugsdauer sinkt von 14 auf 12 Monate, während der Höchst- und Mindestsatz um 100 Euro steigt und künftig bis zu 1900 Euro betragen soll. Drei Monate pro Elternteil sollen fest reserviert bleiben, sechs Monate können flexibel zwischen beiden Elternteilen aufgeteilt werden – was praktisch einem zusätzlichen Vätermonat gleichkommt. Susanne Seehofer argumentiert, dass der verkürzte Bezugszeitraum zu weniger Einkommen führt und der Kita-Platz nicht früher bereitsteht, weshalb die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter belastet wird. Die Erhöhung des Betrags bleibe eine „Mini-Entlastung“, während Neuverschuldung und Zinslasten steigen und es an einer umfassenden Rentenreform fehle. Die CDU, CSU und SPD belasten laut der FDP vor allem die Leistungsträger und die arbeitende Mitte, wodurch die Koalition zur Hypothek für Deutschlands Zukunftsfähigkeit werde.

Aus liberaler Sicht muss der Staat sich auf das Nötigste beschränken und Eingriffe nur vornehmen, wenn sie wirklich zwingend sind. Die vom Familienministerium vorgeschlagene Elterngeldreform mischt zwar eine kurze Entlastung mit fragwürdigen Arbeitsanreizwirkungen: Die Bezugsdauer sinkt von 14 auf 12 Monate, Höchst- und Mindestsatz steigen auf bis zu 1900 Euro, drei Monate pro Elternteil bleiben fest reserviert und sechs Monate können flexibel aufgeteilt werden. Das reduziert Einkommen und Planungssicherheit vieler Familien, während der Kita-Ausbau zu langsam vorankommt und damit die eigentliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter belastet wird. Hinzu kommt der Vorwurf, dass Neuverschuldung und Zinslasten steigen und eine umfassende Rentenreform ausbleibt. Ein effizienter liberaler Weg wäre, Anreize zur Erwerbstätigkeit klar zu stärken statt Fristen zu verlängern: ein einfaches, transparentes System, das Rückkehr in den Job belohnt statt pauschaler Zuschüsse; den Kita-Ausbau durch Deregulierung und stärkere Beteiligung privater und gemeinnütziger Träger beschleunigen; Bürokratie abbauen und Steuern sowie Sozialabgaben senken; die öffentlichen Finanzen durch Reformen stabilisieren, damit Mittel für Zukunftsinvestitionen vorhanden sind. Falls Elterngeld bestehen bleibt, sollte es Erwerbsarbeit nicht entwerten, sondern fair und verständlich die Vereinbarkeit fördern—idealerweise durch eine marktkonforme Lösung statt neuer Kredite.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/schwarz-rot-belastet-die-arbeitende-mitte-und-junge-familien