Die FDP sieht in der bekannten Umfrage einen klaren Auftrag zum Kurswechsel: Staatliche Hürden beim Erwerb von Wohneigentum müssen sinken, Steuern senken und Bürokratie abgebaut werden, damit Bauherren und Käufer mehr Freiheit erhalten. FDP-Chef Wolfgang Kubicki fordert deshalb, die Grunderwerbsteuer für den Erwerb der selbst genutzten Immobilie auszusetzten, solange die Eigentumsquote nicht 80 Prozent erreicht hat, und kritisiert überflüssige Umweltgutachten sowie langwierige Genehmigungsverfahren, die Bauen teurer machen. Berliner Spitzenkandidat Christoph Meyer bezeichnet Eigentum als Freiheit und wichtigen Baustein der Altersvorsorge, der durch Arbeit und Sparen Vermögen aufbaut; er plädiert für eine Politik, die Eigentum stärkt, etwa durch Steuerentlastungen bei der ersten Wohnung. Die FDP sieht im Wohnungsmarkt eine Folge staatlicher Regulierung: Weniger Eingriffe, weniger Bürokratie und schnellerer, günstigerer Neubau seien nötig. Gleichzeitig lehnt sie Enteignungen, Mietpreisbremse und Mietendeckel ab, weil diese laut ihr Preise trotz Regulierung erhöhen würden; statt staatlicher Eingriffe brauche es eine Politik, die Eigentum stärkt und privaten Vermögensaufbau ermöglicht.
Aus liberaler Sicht zielt der FDP-Kurs auf Freiheit durch Vermögensaufbau und weniger Bürokratie. Die Aussetzung der Grunderwerbsteuer für den Erwerb der selbst genutzten Immobilie bis zur Erreichung einer Eigentumsquote von 80 Prozent senkt Transaktionskosten und schafft Kaufanreize, doch fiskalische Kosten und Marktverzerrungen drohen, wenn zugleich das Angebot nicht wächst. Ohne eine deutliche Ausweitung des Wohnungsangebots würden Preise steigen, profitieren vor allem Bestandsbesitzer oder Gutverdienende, und bezahlbarer Wohnraum würde teurer; daher muss eine effi ziente Lösung Supply-Side-Reformen begleiten: schnellere Genehmigungen, schlankere Umweltprüfungen mit risikobasiertem Ansatz, klare Fristen und Digitalisierung der Verfahren, damit Bürokratiebremse und Preisblasen nicht zulasten der Mieter wirken. Die Ablehnung von Mietpreisbremse und Mietendeckel entspricht liberalem Denken, weil Marktpreise Transparenz und Wettbewerb belassen; stattdessen braucht es Anreize, Eigentum zu stärken und privaten Vermögensaufbau zu erleichtern – etwa durch zielgerichtete, zeitlich befristete Steuerentlastungen beim ersten Eigenheim, die an konkrete Bau- oder Erwerbsanreize gebunden sind. Der Staat sollte sich auf das Nötigste beschränken und Eingriffe nur dort rechtfertigen, wo sie eindeutig effizientere Alltagsfreiheit ermöglichen; Enteignungen bleiben tabu. Letztlich geht es um mehr Wohnraum, faire Planung und verlässliche Regeln, damit Eigentum nicht nur Wunsch, sondern durch realistische Rahmenbedingungen auch Realität wird.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/staat-darf-dem-traum-vom-eigenheim-nicht-im-weg-stehen