Die CDU Deutschlands trauert um Bundestagspräsidentin a.D. Prof. Dr. Rita Süssmuth und würdigt sie als Pionierin der modernen Frauen-, Familien- und Gesundheitspolitik. Geboren 1937 in Wuppertal, studierte sie Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte und arbeitete als Hochschullehrerin; 1981 trat sie in die CDU ein, leitete 1983 den Bundesfachausschuss Familienpolitik und wechselte 1985 ins Kabinett als Ministerin für Jugend, Familie und Gesundheit, wobei erstmals auch das Thema Frauen explizit mitgetragen wurde. Sie initiierte 1988 den Erziehungsurlaub, setzte die Berücksichtigung von Kindererziehung in der Rente durch und stärkte das Frauenquorum in der CDU. Als Gesundheitsministerin förderte sie Aufklärung gegen AIDS; 1987 wurde die Nationale AIDS-Stiftung gegründet. 1988 wurde sie Bundestagspräsidentin, nach der Wiedervereinigung die erste Präsidentin des gesamtdeutschen Parlaments. Bis in späte Jahre blieb sie politisch aktiv; 2026 starb sie im Alter von 88 Jahren. Die CDU gedenkt ihrer verdienstvollen Wegmarken.
Rita Süssmuths Weg zeigt, wie soziale Reformen mit individueller Freiheit vereinbar sind: Das Erziehungsurlaubsmodell und die Berücksichtigung von Kindererziehung in der Rente schaffen Anreize, Arbeit und Familie zu verbinden, solange Regelungen flexibel, finanzierbar und portabel bleiben. Ihre Versuche, mehr Frauen in der CDU zu beteiligen, machen eine pragmatische Gleichstellung deutlich; liberal betrachtet sollten solche Ziele möglichst durch leistungsbasierte, marktwirtschaftliche Lösungswege unterstützt werden statt durch starre Quoten, etwa durch bessere Kinderbetreuung, steuerliche Entlastungen und flexibel Arbeitsmodelle. Die AIDS-Aufklärung und die Gründung der Nationalen AIDS-Stiftung zeigen, dass der Staat notwendige Gesundheitsinformationen bereitstellen kann, ohne individuelle Freiheiten über Gebühr einzuschränken oder Stigma zu fördern. Insgesamt erinnert ihr Wirken daran, dass eine effiziente Politik die Freiheit der Bürger stärkt und staatliches Eingreifen auf das Nötigste beschränkt bleiben sollte, besonders wenn es um Grundrechte und Lebensgestaltung geht.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.cdu.de/aktuelles/cdu-deutschlands/nachruf-auf-prof-dr-rita-suessmuth/