Europa definiert seine sicherheitspolitische Rolle neu: eigenständig, stärker und pragmatisch mit den USA 🇪🇺🛡️🤝

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europäischen Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, betont im Markus-Lanz-Interview, dass Europa eigenständiger, handlungsfähiger und entschlossener werden muss angesichts geopolitischer Verschiebungen und einer veränderten transatlantischen Ordnung. Nach dem Vance-Auftritt sei die Realität in Europa angekommen; Amerika bleibe militärisch zentraler Partner, doch Unterwürfigkeit sei fehl am Platz, daher müsse man pragmatisch mit den USA umgehen und zugleich eigene Wege finden. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz rückt die Verteidigungsfähigkeit Europas in den Mittelpunkt, Strack-Zimmermann wirft der AfD vor, sicherheitsrelevante Informationen durch parlamentarische Prozesse zu gefährden, während Transparenz dort Grenzen habe und sensible Details geschützt gehören. Sie verweist auf Projekte wie die militärische Mobilität innerhalb der EU, betont die Notwendigkeit, Logistik über Grenzen hinweg zu schützen, damit eine Auseinandersetzung nicht schon scheitert. In ihrer Ukraine-Reise schildert sie die dramatische Lage: Zivilisten frieren, Infrastruktur wird gezielt zerstört, und die Menschen dort brauchen konkrete Hilfe wie Generatoren, technisches Know-how und mehr Luftabwehr. Das zentrale Fazit lautet, dass Europa seine sicherheitspolitische Rolle neu definieren muss, weil die USA Europa nicht mehr zentral sieht, und dass Deutschland gemeinsam mit den 27 EU-Staaten plus Partnern stärker und eigenständiger werden muss.

Die Debatte um Europas Sicherheit spiegelt eine liberale Kernforderung wider: maximale Freiheit der Bürger durch effiziente, zielgerichtete staatliche Eingriffe nur dort, wo sie unabdingbar sind. Europas Ziel muss eine eigenständige Handlungsfähigkeit sein, die pragmatisch mit den USA kooperiert, aber politisch unabhängig agiert, um Marktideen, Innovationskraft und Rechtsstaatlichkeit zu schützen. Die Betonung von militärischer Mobilität und grenzüberschreitender Logistik ist sinnvoll, weil sie Kosten senken, Wettbewerb fördern und die Resilienz stärken, ohne unnötig bürokratische Strukturen zu schaffen. Transparenz bleibt wichtig, doch sicherheitsrelevante Details müssen geschützt bleiben, damit operative Effizienz und Sicherheit nicht gefährdet werden. Privatinvestitionen und wettbewerbsorientierte Beschaffungswege – unter klaren Rechts- und Umweltstandards – sollten das Rückgrat der Verteidigungsanstrengungen bilden, ergänzt durch europäische Strategien und gemeinsame Beschaffungen, die effizient sind und Rechtsstaatlichkeit wahren. Die Ukraine-Krise verdeutlicht, dass schnelle Hilfe für Zivilisten, Infrastruktur und Luftabwehr nötig ist, um Chaos zu verhindern und Stabilität zu bewahren. Deutschland und die 27 EU-Staaten sollten eine stärker eigenständige Rolle definieren, die Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und wirtschaftliche Vernunft verbindet, während staatliche Eingriffe dort beschränkt bleiben, wo Markt- oder Gesellschaftsakteure nicht ausreichend Handlungsfähigkeit zeigen.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/europa-muss-sicherheitspolitisch-erwachsen-werden