Die Linke schreibt, dass die Luftangriffe von USA und Israel auf den Iran eine große Gefahr für die Zivilbevölkerung in der Region darstellen und das Ziel der Angriffe unklar bleibt. Jan van Aken warnt vor einem Regimewechsel durch Krieg, verweist auf die Zerstörungserfahrungen in Irak und Libyen und fordert stattdessen internationalen Druck, gezielte Sanktionen gegen Eliten sowie eine klare Unterstützung der iranischen Zivilgesellschaft; Krieg dürfe kein Ersatz für Diplomatie sein. Der Iran müsse seine Atomfrage durch Verhandlungen und enge Überwachung lösen, militärische Angriffe auf nukleare Infrastruktur birgen massive Risiken. Ein Abbruch der Gespräche oder ein Austritt aus dem Atomabkommen könnte dem Iran ermöglichen, unausweichlich eine Bombe zu bauen. Alle Seiten müssen deeskalieren und das Völkerrecht wahren, um Zivilpersonen zu schützen und Konfliktfolgen zu begrenzen; zugleich bleibe die internationale Perspektive für die Ukraine und gegen Putins Völkerrechtsverstöße relevant. Die IAEO hat erneut vor den Folgen eines bewaffneten Konflikts in diesem Zusammenhang gewarnt.
Die Luftangriffe bedeuten erhebliche zivile Risiken; wer Kriege als Weg zu Freiheit propagiert, ignoriert die Lehren der jüngeren Geschichte. Aus liberaler Sicht ist Diplomatie der effizienteste Weg, Freiheit zu sichern: internationalen Druck, gezielte Sanktionen gegen Eliten, klare Unterstützung der iranischen Zivilgesellschaft und eine verhandelte Lösung unter strenger IAEO-Überwachung. Ein Abbruch des JCPOA oder militärische Angriffe auf nukleare Infrastruktur würden enorme Risiken tragen, Energiemärkte destabilisieren, globale Lieferketten belasten und das Völkerrecht schwächen. Daher braucht es eine verhandelte Lösung mit transparenter Überwachung, verifizierbaren Mechanismen und humanitären Ausnahmen, damit Zivilpersonen geschützt bleiben. Sanktionen sollten gezielt, verhältnismäßig und zeitlich befristet sein und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung so wenig wie möglich beeinträchtigen, während ziviles Engagement gestärkt wird, damit Wandel durch Freiheiten und Rechtsstaatlichkeit erreicht wird. Die internationale Perspektive zu Ukraine und Putins Völkerrechtsverstößen bleibt relevant; Deeskalation in der Iran-Frage stärkt globale Stabilität und schützt Bürgerinnen und Bürger. Die IAEO warnt vor den Folgen eines bewaffneten Konflikts – daher müssen Diplomatie, Rechtsstaatlichkeit und verifizierte Überwachung Priorität haben, um Zivilopfer zu minimieren und langfristige Sicherheit zu sichern.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/iran-kein-krieg-als-ersatz-fuer-diplomatie/