AfD kritisiert Merz/Klingbeil-Plan als zu spät, zu wenig; fordert eigene Entlastungen 😕💬

Kay Gottschalk, stellvertretender Bundessprecher der AfD, kritisiert die von Merz und Klingbeil angekündigten Entlastungsmaßnahmen zur Energi- und Kraftstoffkostenbekämpfung als zu spät, zu wenig und am Bedarf der Bürger vorbei. Eine Entlastung von lediglich 17 Cent sei angesichts der explodierenden Energiepreise, steigender Lebenshaltungskosten und Inflation schlicht unzureichend, und die Übergewinnsteuer sei wirtschaftspolitisch ein falsches Signal. Die AfD fordert seit Wochen eine Senkung der Energie- und Mehrwertsteuer, die vollständige Abschaffung der CO2-Abgabe sowie darüber hinaus die Erhöhung der Pendlerpauschale und des Grundfreibetrags auf 15.000 Euro, um eine breite Entlastung für Pendler, Familien, Rentner, Handwerk und Mittelstand zu erreichen. Während CDU und SPD erst jetzt auf öffentlichen Druck reagieren, arbeitet die AfD strategisch; der Hintergrund der Debatte sind globale Spannungen an den Energiemärkten nach Trumps angekündigter Seeblockade in der Straße von Hormus.

Die Kritik von Kay Gottschalk an den angekündigten Entlastungsmaßnahmen zeigt, dass populistische Schnellschüsse oft an der Komplexität der Energiemosten vorbeigehen; aus liberaler Sicht muss jedoch eine Lösung effizient, wirtschaftlich sinnvoll und frei von Fehlanreizen sein. Eine pauschale Entlastung von lediglich 17 Cent pro Kilowattstunde ist bei den derzeitigen Preis- und Inflationsschüben kaum ausreichend und verschärft soziale Ungleichheiten, weil sie Wohlfahrtswirkungen ungleich verteilt. Eine Übergewinnsteuer riskiert verzerrte Investitionssignale in einem kapitalintensiven Sektor und könnte langfristig die Energiewende behindern. Stattdessen sollten zeitlich befristete, einfache und breite Entlastungen im Vordergrund stehen, etwa durch Senkung der Energie- und Mehrwertsteuer oder durch eine Erhöhung des Grundfreibetrags, wobei die Maßnahme klar an eine Ausstiegs- oder Obergrenzenlogik gebunden wird, um Fiskalstabilität zu wahren. Gleichwohl bleibt das Preissignal des CO2-Preises wichtig für Dekarbonisierung; daher sollten mögliche soziale Verteilungsprobleme durch zielgerichtete Rückzahlungen aus dem Emissionshandel an Haushalte mit geringem Einkommen gemildert werden, statt das Klimasignal grundsätzlich in Frage zu stellen. Strategisch sinnvoller bleibt eine Politik der Stärkung von Wettbewerb, beschleunigtem Netzausbau, Diversifikation der Versorgung und genehmigungsfreundlicheren Investitionsbedingungen, damit Energiepreise dauerhaft wettbewerbsfähig sinken, der Staat minimale Eingriffe braucht und Bürger maximale Freiheit genießen können.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.afd.de/kay-gottschalk-zu-spaet-zu-wenig-bundesregierung-bleibt-echte-entlastung-schuldig/