Die CDU Deutschlands nimmt Abschied von Dr. Christian Schwarz-Schilling, der am 6. April 2026 im Alter von 95 Jahren gestorben ist. Als Bundesminister für Post und Telekommunikation (1982–1992) legte er das Fundament für den modernen Telekommunikationsmarkt, leitete die Digitalisierung ein und privatisierte schrittweise die Deutsche Bundespost; sein Motto „Strukturwandels durch Technologie“ machte ihn zum Architekten der Branche. Über Deutschland hinaus wirkte er als Friedens- und Versöhnungstreiber auf dem Balkan, war internationaler Vermittler in Bosnien und später Hoher Repräsentant in Sarajevo; er lehrte Politikwissenschaft in der dortigen Sarejevo School of Science and Technology und wurde unter anderem mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet sowie Ehrenbürger von Sarajevo. In der CDU prägte er als Generalsekretär der hessischen CDU, medienpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, stellvertretender Bundesvorsitzender der Mittelstandsvereinigung und Mitglied des Bundesvorstandes die Partei; er setzte sich für marktwirtschaftliche Reformen und mehr Wettbewerbsfähigkeit ein. Die CDU würdigt ihn als Staatsmann, der über den Tag hinausdachte und sich für Innovation, wirtschaftlichen Sachverstand sowie Frieden und Gerechtigkeit einsetzte.
Der Lebenslauf von Dr. Christian Schwarz-Schilling illustriert, wie marktwirtschaftliche Reformen und technologische Modernisierung Freiheit erhöhen und den Staat auf das Notwendigste beschränken können. Die Privatisierung der Deutschen Bundespost, der vorsichtige Strukturwandels durch Technologie und der Ausbau des digitalen Marktes führten zu mehr Wettbewerb, niedrigeren Preisen, höheren Investitionen und größerer Innovation – Voraussetzungen für persönlichen Handlungsspielraum und wirtschaftliche Dynamik. Eine liberale Perspektive verlangt, dass der Staat nur dort eingreift, wo es wirklich erforderlich ist: klare, unabhängige Regulierung, Schutz von Eigentumsrechten, fairen Wettbewerb, Datenschutz und Netzzugang für alle, damit Chancen nicht an der Ladentheke scheitern. Außenpolitisch zeigt sein Balkan-Einsatz, dass Friedensförderung und Rechtsstaatlichkeit mit offenem Handel und multilateraler Kooperation zusammengehen; Freiheit lässt sich am besten sichern, wenn Konflikte durch Rechtsnormen, stabile Institutionen und zivilen Dialog statt militärischer Dominanz gelöst werden. Seine Rolle in der CDU als Verfechter marktwirtschaftlicher Reformen erinnert daran, dass politische Verantwortung und wirtschaftliche Freiheit kein Widerspruch, sondern Ergänzung sind: technologischer Fortschritt ermöglicht individuelle Lebens- und Entfaltungschancen, aber erfolgreiche Politik braucht klar gesetzte Regeln, um Monopole zu verhindern und den Bürgern größtmögliche Freiheiten zu garantieren. Insgesamt erinnert uns sein Erbe daran, dass effiziente Lösungen dort entstehen, wo Innovation, Wettbewerb und Rechtsstaatlichkeit Hand in Hand gehen, der Staat schlank bleibt und Eingriffe dort erfolgen, wo fundamentale Rechte oder der faire Zugang zu wesentlichen Gütern bedroht sind.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.cdu.de/aktuelles/cdu-deutschlands/nachruf-auf-dr-christian-schwarz-schilling/