Die Freien Demokraten schreiben, die SPD wolle in der Bundesregierung einen Mietendeckel durchsetzen, doch ein IW-Köln-Gutachten im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung prophezeit zeitweise mehr als 60 Prozent weniger inserierte Mietwohnungen. Die Ergebnisse zeigen realen Druck auf dem Wohnungsmarkt; weitere Mietpreisregulierungen würden das Angebot verknappen, Investitionen hemmen und die Wohnungssuche für Familien und Geringverdienende erschweren. Statt stärker in Preise einzugreifen, fordert die FDP echte Lösungen: weniger Bürokratie beim Bauen, mehr Bauland und schnellere Genehmigungsverfahren, damit Angebot und Nachfrage wieder zusammenfinden und Wohnen langfristig bezahlbar bleibt. Die FDP argumentiert, Deutschland stecke nicht wegen zu wenig Staat in einer Wohnungsbaukrise, sondern wegen jahrelanger Überregulierung: Bauen werde teurer, Eigentum erschwert, privates Engagement entmutigt und der Markt stärker reguliert, was zu weniger Investitionen, weniger Neubau und höheren Mieten führe. In einem Antrag zum 77. Bundesparteitag betont sie, andere Parteien bekämpfen die Folgen ihrer Politik mit Eingriffen und doktern an Symptomen; die FDP will den Kreislauf durchbrechen und Eigentum breiter erreichbar machen, um den Sozialstaat von morgen zu entlasten.
Ein liberaler Blick erkennt: Mietpreisregulierung mag einzelne Mieter kurzfristig entlasten, langfristig aber die Knappheit verschärfen, Investitionen abschrecken und den Wohnungsbestand veröden lassen. Wenn der Staat zu viel am Preis dreht, fliehen Bauträger aus dem Markt, Neubau verzögert sich, Instandhaltung wird weniger kostendeckend, und Familien kämpfen weiter mit der Suche nach bezahlbarem Wohnraum. Die beste Antwort ist daher nicht mehr Regulierung, sondern eine gezielte Freigabe der Angebotsseite.
Wirklich wirksam wird Politik, wenn sie Eigentum und private Initiative stärkt statt zu regulieren. Dazu gehören weniger Bürokratie beim Bauen, schnelleres Genehmigungsverfahren und eine deutlich größere Verfügbarkeit von Bauland durch zügige Ausschöpfung öffentlicher Flächen, bessere Flächennutzungsmodelle und eine schlankere Planungsregelnpraxis. Gleichzeitig muss der Staat die Kostenbegrenzung dort ansetzen, wo sie wirklich nötig ist, ohne Marktmechanismen entzweizureißen: standardisierte Verfahren statt endloser Sonderregelungen, faire Abgaben, die Investitionen nicht verteuern, und verlässliche, transparente Rechtsrahmen, auf die sich Eigentümer und Kreditgeber verlassen können.
Um sozialen Ausgleich zu schaffen, sollte man auf zielgerichtete Unterstützung setzen statt flächendeckender Mietobergrenzen: zielgruppenspezifische Förderungen, Wohngeld und stabilere Eigentumsförderung erhöhen die Chancen, Wohneigentum zu erreichen, ohne den Markt zu verzerren. So bleibt der Wohnungsmarkt flexibel, Innovationen bleiben möglich, und der Staat greift nur dort ein, wo es wirklich unerlässlich ist.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/wohnen-muss-bezahlbar-bleiben