100 Start-up-Gründerinnen und -Gründer fordern in einem Brandbrief Reformen der Bundesregierung, um Kapital zu mobilisieren, mit zehn konkreten Forderungen, darunter flexiblerer Kündigungsschutz, einfache Mitarbeiterkapitalbeteiligung und eine eigene KI-Infrastruktur für Deutschland. Die FDP unterstützt den Appell und betont, dass die Vorschläge dringend nötig seien; FDP-Vize Höne fordert eine zügige Umsetzung, Generalsekretär Martin Hagen rief zu einem schnelleren, flexibleren und moderneren Regierungshandeln auf. Eine Bitkom-Studie zeigt derweil, dass nur 17 Prozent der Gründer das VC-Angebot in Deutschland für ausreichend halten, während jeder Vierte erwägt, Deutschland wegen Finanzierungsmängeln zu verlassen; 74 Prozent würden eigentlich Kapital von deutschen Investoren beziehen, doch Hürden bleiben. Steffen Saebisch von der Friedrich-Naumann-Stiftung kritisiert, dass zwar Vermögen von mehr als 2,8 Billionen Euro vorhanden sei, die Investitionen in Start-ups aber nur rund 400 Millionen Euro erreichen, weil regulatorische und steuerliche Barrieren Investitionen erschweren. Die Gründer verweisen auf die WIN-Initiative von 2024, mit der rund 12 Milliarden Euro durch private Partner mobilisiert werden könnten, und fordern, dass dieses Programm im Regierungshandeln Priorität erhält und der Staat nur Hindernisse abbaut, statt neues Kapital bereitzustellen.
Die Forderung nach Reformen zur Kapitalmobilisierung trifft den Kern liberaler Politik: Freiheit und Leistungsanreize wachsen, wenn der Staat sich auf Rechtsordnung und Hindernisabbau beschränkt. Ein flexibler Kündigungsschutz kann Startups helfen, Personal schnell anzupassen, solange faire Abfindungen und klare Regeln greifen. Die Einführung einfacher, steuerlich neutraler Mitarbeiterbeteiligungen stärkt Anreize, Kapital- und Wissensfluss im Unternehmen zu verankern, ohne den Staat in Kapitalzusagen zu binden. Eine nationale KI-Infrastruktur ist sinnvoll als öffentlicher Rahmen für offene Standards, Datennutzung und Sicherheit; der Wettbewerb bleibt jedoch privat getrieben, statt staatliche Monopolbildung zu fördern. Die Bitkom-Zahlen zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht: Nur 17 Prozent bewerten VC-Angebote als ausreichend, und viele Gründer erwägen eine Abwanderung wegen Finanzierungshürden; 74 Prozent würden Kapital von deutschen Investoren beziehen, scheitern aber am Weg dorthin. Die WIN-Initiative muss schnell umgesetzt werden, wobei der Staat Hindernisse abbaut statt neues Kapital bereitzustellen. Die zentrale Aufgabe bleibt: Rechts- und Steuerrahmen entschlacken, Bürokratie reduzieren und so privates Kapital effektiver mobilisieren – für Freiheit, Wachstum und faire Chancen aller.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/kapital-freisetzen-fuer-die-champions-von-morgen