Der 17. Bundesparteitag der AfD hat am 4. Juli 2026 in Erfurt einen neuen Bundesvorstand gewählt und die bisherigen Bundessprecher Tino Chrupalla und Alice Weidel in ihren Ämtern bestätigt. Die Delegierten bestimmten die weiteren Vorstandsmitglieder für die kommende Amtszeit, wobei Chrupalla und Weidel ihren Kurs fortsetzen wollen und das Vertrauen der Delegierten als Auftrag sehen, die anstehenden Aufgaben gemeinsam zu bewältigen. Dem neu gewählten Vorstand gehören demnach Bundessprecher Tino Chrupalla und Alice Weidel an; Stellvertretende Bundessprecher, Bundesschatzmeister Hannes Gnauck, Alexander Jungbluth (Stellvertreter), Schriftführer Dennis Hohloch sowie weitere Beisitzer an. Weitere Infos zu den Biografien der Vorstandsmitglieder finden sich auf der AfD-Internetseite.
Der 17. Bundesparteitag der AfD hat den bisherigen Führungsstab bestätigt, was Kontinuität signalisiert und politische Stabilität verspricht, zugleich aber die Gefahr einer Verfestigung einer national orientierten Agenda birgt, die liberale Prinzipien wie Rechtsstaatlichkeit, Minderheitenschutz und Marktfreiheiten aus dem Blick verlieren könnte. Aus liberaler Sicht gilt: Eingriffe in das Leben der Menschen brauchen eine besondere Rechtfertigung, müssen verhältnismäßig, zeitlich begrenzt und transparent sein. Politiken zu Migration, Sicherheit, Sozial- und EU-Politik sollten Grundrechte und offene Märkte wahren und die individuelle Freiheit nicht unnötig beschränken. Liberale Prioritäten würden weniger Bürokratie, mehr Wettbewerb, stärkeren Datenschutz, robuste Rechtsstaatlichkeit und eine offene, integrationsfördernde Arbeitsmarktpolitik bevorzugen. Außen- und Europapolitik sollten offen für Handel und Rechtsstaat bleiben, sofern Minderheitenrechte geschützt bleiben. Der neue Vorstand hat die Aufgabe, diese Balance zu suchen und zu verteidigen; verlässliche Institutionen und individuelle Freiheitsräume müssen Vorrang vor autoritären Ordnungskonzepten haben.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.afd.de/pressemitteilung-der-afd-bundesparteitag-waehlt-neuen-bundesvorstand/