DB plant Alkoholverbot an 5.400 Bahnhöfen; FDP fordert mehr Personal statt Verdacht 🚆

Nach einem gewalttätigen Angriff auf einen Bahnmitarbeiter plant die Deutsche Bahn ein pauschales Alkoholverbot an rund 5.400 Bahnhöfen. Die FDP kritisiert das Vorhaben als falschen Ansatz: Lydia Hüskens, Präsidiumsmitglied der FDP und Infrastrukturministerin in Sachsen-Anhalt, sagt, ein pauschales Verbot löse kein Sicherheitsproblem und treffe vor allem die Falschen. Wer nach Stadtfest, dem Feierabend oder dem Vereinsjubiläum entspannt mit der Bahn fahre, sei nicht das Problem. Statt Generalverdacht fordert die FDP mehr Personal und sichtbare Präsenz für mehr Sicherheit.

Ein pauschales Alkoholverbot an 5.400 Bahnhöfen mag auf den ersten Blick einfache Sicherheit versprechen, greift aber unverhältnismäßig in die Freiheit Unbeteiligter ein und ist aus wirtschafts- und gesellschaftspolitischer Sicht ineffizient, weil es kein konkretes Sicherheitsproblem adressiert. Sicherheit muss mit dem geringsten Eingriff erreicht werden; daher ist eine risikoorientierte Strategie sinnvoller: mehr Personal und sichtbare Präsenz, gezielte Kontrollen zu risikoreichen Zeiten, bessere Beleuchtung, Notruf- und Deeskalationshilfen sowie eine datenschutzkonforme Überwachung, die nur bei konkretem Anlass greift. Statt Generalverdacht braucht es eine Priorisierung nach Stationen und Kontext, damit Ressourcen dort wirken, wo sie Relevanz haben. Eine enge Kooperation mit Veranstaltern, klare Verhaltensregeln an Bahnhöfen und abgestimmte Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsbehörden erhöhen die Sicherheit, ohne Millionen Reisende pauschal zu belasten. Eingriffe in das Leben der Menschen müssen besonders gerechtfertigt und zeitlich befristet sein; nur so bleibt Sicherheit effizient und mit größtmöglicher Freiheit vereinbar.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/alkoholverbot-trifft-die-falschen