Die FDP fordert die Abschaffung der CO₂-Abgabe, um Spritpreise sofort zu entlasten. FDP-Chef Wolfgang Kubicki rechnet vor, dass dies Millionen Autofahrer spürbar helfen würde – bis zu 17 Cent pro Liter Benzin – insbesondere Pendlerinnen und Pendler. Die Bundesregierung plane nach dem Ende des Tankrabatts keine weiteren Entlastungen, was aus FDP-Sicht Untätigkeit bedeutet. Da rund die Hälfte des Preises aus Steuern und Abgaben besteht, wäre diese Maßnahme unmittelbar wirksam. Kubicki fordert das Ende des deutschen CO₂-Sonderwegs und die Abschaffung der CO₂-Abgabe.
Die FDP fordert die Abschaffung der CO2-Abgabe, um Spritpreise sofort zu entlasten. Aus liberaler Sicht mag das kurzfristig helfen, langfristig ist es jedoch ineffizient und risikoreich. Der CO2-Preis internalisiert eine klare Externalität: Wer Emissionen verursacht, soll dafür Kosten tragen. Entfernt man ihn, steigt der Anreiz zu Emissionen, und der Staat verliert eine neutrale, transparente Lenkungsgröße. Die Entlastung wäre zudem regressive, weil sie allen Autofahrern zugutekommt, ohne gezielte Hilfe für einkommensschwache Haushalte; der Effekt auf die Lebenshaltungskosten ist begrenzt und verschiebt Entlastung in die Gegenwart auf Kosten zukünftiger Klimafolgen.
Eine effizientere Lösung bleibt, den CO2-Preis beizubehalten und die Einnahmen dort zu verwenden, wo sie die Freiheit am effektivsten erhöhen: durch unbürokratische Transfers an Haushalte mit geringem Einkommen oder durch Entlastung von Sozialabgaben, begleitet von einem massiven Ausbau von Mobilitätsalternativen. So lässt sich der individuelle Handlungsspielraum bewahren, der Staat bleibt auf das Notwendige beschränkt, und Klimaschutz bleibt wirksam. Kurz: Freiheit und Verantwortung durch klare Preissignale und faire Kompensation statt flüchtiger Preisrücknahmen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/tanken-koennte-sofort-guenstiger-werden