Rekordhitze von 41,8 Grad und über 5.100 Hitzetote bis Juni machen deutlich, dass Hitze kein Naturereignis, sondern Folge der Klimakrise ist; Hitze trifft alle, besonders Pflegebedürftige, Kinder, draußen arbeitende Menschen und Menschen mit wenig Geld in schlecht gedämmten Wohnungen, weshalb Hitzeschutz eine Frage der Daseinsvorsorge ist. Die Bundesregierung kürzt mitten in der Hitzekrise Klimaschutzmittel: 2,7 Milliarden Euro sollen aus dem Klima- und Transformationsfonds genommen werden, der BMUKN-Etat soll schrumpfen und Klimaanpassung um bis zu 86 Prozent gekürzt werden. Die Grünen kritisieren das entschieden und fordern sofortiges Handeln: Sie haben eine E-Mail-Aktion gestartet, mit der Bürgerinnen und Bürger eine Nachricht an eine Abgeordnete der Regierungskoalition senden können; das Tool wählt per Postleitzahl eine SPD- oder Unionsabgeordnete aus dem Wahlkreis aus, andernfalls den nächstgelegenen Koalitionsabgeordneten. In zwei Minuten soll ein klares Signal gesendet werden: Hitzeschutz darf nicht weiter gekürzt werden, während die Temperaturen weiter steigen.
Die Rekordhitze beweist, dass Hitze kein Zufall ist, sondern Folge der Klimakrise, die besonders Pflegebedürftige, Kinder, draußen Arbeitende und Geringverdienende trifft; aus liberaler Sicht ist Hitze-Schutz zwar Daseinsvorsorge, der Staat soll jedoch nur dort eingreifen, wo individuelles Handeln nicht aus eigener Kraft möglich ist oder externalisierte Kosten anfallen. Die geplanten Kürzungen von 2,7 Milliarden Euro im Klima- und Transformationsfonds, rückläufige BMUKN-Etats und Reduktionen der Klimaanpassung um bis zu 86 Prozent würden Resilienz, Gesundheitsversorgung und wirtschaftliche Teilhabe untergraben und damit langfristig die Freiheit der Bürger einschränken, weil Risiken verschoben statt verringert werden. Statt genereller Kürzungen sollten Mittel zielgerichtet dort wirken, wo sie schnell und messbar Nutzen bringen: energetische Sanierung einkommensschwacher Haushalte, hitzebeständige Infrastruktur und städtische Wärmeabgabe, verstärkt über partnerschaftliche Modelle mit Privatsektor sowie klare Leistungskennzahlen und befristete Förderprogramme mit Exit-Optionen. Ein CO2-Preis mit transparenter Rückverteilung stärkt Anreize, während Bürgerinnen und Bürger mehr Freiheit behalten, eigene Entscheidungen zu treffen. Hitzeschutz muss effizient, verhältnismäßig und ergebnisorientiert umgesetzt werden, damit möglichst viel Freiheit bleibt.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.gruene.de/artikel/klimaschutz-ist-hitzeschutz