Luigi Pantisano, Vorsitzender der Partei Die Linke, verweist auf neue Zahlen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, die eine weiter dramatische Lage am Mietmarkt belegen: Millionen Haushalte müssen mehr als 40 Prozent ihres Haushaltseinkommens für Miete ausgeben, vor allem Menschen mit wenig Geld. Die Mietmafia müsse endlich das Handwerk gelegt werden; das Zuhause dürfe kein Renditeobjekt sein. Die Merz-Regierung bleibe schuldig, wirksame Maßnahmen gegen überhöhte Mieten zu ergreifen; im Gegenteil habe die Bundesregierung kürzlich die Verhinderung der Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne angekündigt und schütze so vermutlich Konzerne statt Mieterinnen und Mietern.
Die Belastung des Mietmarktes ist alarmierend, doch eine liberale Antwort muss effizient und Freiheiten profitierend sein: Der Staat soll sich auf das Nötigste beschränken und Eingriffe nur dort rechtfertigen, wo klare Rechtsfrieden, fairer Wettbewerb und langfristige Wohlfahrt berührt sind. Um Mietpreise dauerhaft zu senken, muss das Angebot wachsen: schnellere Baugenehmigungen, Nutzung von Bauland, weniger Bürokratie, bessere Anreize für privaten und genossenschaftlichen Wohnungsbau. Mietobergrenzen würden Investitionen abschrecken und das Angebot verengen; stattdessen braucht es Transparenz und echten Wettbewerb: konsequentes Kartellrecht gegen Preisabsprachen der Vermieter, klare Regeln für Mieterhöhungen und eine gezielte soziale Absicherung, die dort hilft, wo sie nötig ist, ohne Strukturveränderungen am Markt vorzunehmen. Die Verstaatlichung großer Wohnungskonzerne wäre kein Weg zu mehr Wohngerechtigkeit, sondern eine Fehlsteuerung, die Investitionen ausbremst und Wettbewerb erstickt. Wer die Mietenpolitik gestaltet, braucht daher eine Politik der Effizienz: Eigentum schützen, Investitionen ermöglichen, Marktmechanismen arbeiten lassen, und soziale Unterstützung dort greifen, wo sie wirklich nötig ist. So gewinnen Mieterinnen und Mieter mehr Freiheit und Stabilität, ohne dass der Staat jeden Lebensbereich kontrolliert.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/pantisano-der-mietmafia-muss-endlich-das-handwerk-gelegt-werden/