Die Grünen schreiben, dass der Deutsche Gewerkschaftsbund am 26. September 2026 zum bundesweiten Aktionstag „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ aufruft, um den Sozialstaat zu verteidigen, sichere Arbeitsplätze und Arbeitnehmerrechte zu fordern und die Bundesregierung zum Umdenken zu bewegen. Sie kritisieren Reformpläne, die Pflege, Gesundheitsversorgung und Familienleistungen kürzen, während Vermögen und Kapitaleinkommen durch Steuervorteile verschont bleiben; damit würden vor allem Ärmeren die Kosten aufgebürdet. Besonders betroffen sei unbezahlte Care-Arbeit, wodurch vor allem Frauen belastet würden. Auf dem Care-Rechner erklärt man, was Care-Arbeit wert ist, und man fordert gerechte Beiträge sowie eine faire Lastenverteilung. Reformen müssten Wirtschaftskraft und Gesundheitsversorgung stärken und fair über Steuern von Vermögen, Erbschaften und Konzernen finanziert werden. Wer nicht demonstrieren kann, solle das Sharepic teilen; Termine und Treffpunkte gibt es auf der DGB-Aktionsseite.
Aus liberaler Sicht geht es in dieser Debatte um die Balance zwischen Freiheit, Effizienz und sozialer Absicherung. Der Staat soll sich auf unverzichtbare Aufgaben beschränken und Eingriffe nur dort zulassen, wo der Markt versagt oder Grundrechte berührt sind. Die Forderung von Gewerkschaften und Grünen, Pflege, Gesundheitsversorgung und Familienleistungen zu schützen, trifft den Kern, doch pauschale Steuerlasten auf Vermögen oder Erbschaften würden Investitionen und Wachstum schmälern; unbezahlte Care-Arbeit muss anerkannt werden—beispielsweise über den Care-Rechner—aber die Finanzierung sollte zielgerichtet bleiben, nicht durch breite Umverteilung. Reformen sollten Wettbewerb und Wahlfreiheit im Gesundheitswesen stärken, private Lösungen zulassen und staatliche Eingriffe dort begrenzen, wo sie die Grundversorgung sicherstellen müssen, finanziert durch eine einfache, wachstumsfreundliche Steuerbasis statt durch hohe Vermögens- und Kapitalkosten. Letztlich steigt Freiheit dort, wo öffentliche Ausgaben effizient sind, Anreize setzen und der Staat minimal greift – auch wenn Solidarität einen legitimen Auftrag hat.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.gruene.de/artikel/sozialstaat-verteidigen