Die FDP Rheinland-Pfalz hat auf dem Landesparteitag einen Neuanfang eingeläutet: Daniela Schmitt gibt nach 13 Jahren den Landesvorsitz an Stefan Thoma aus dem Kreisverband Neuwied ab. Die Delegierten wählten Thoma zum Vorsitzenden des geschäftsführenden Landesvorstandes mit 100 von 188 gültigen Stimmen; David Dietz aus Mainz erhielt 78 Stimmen und Bernhard Busch aus Trier-Saarburg 5. Thoma bezeichnete den Beschluss als ersten Schritt für einen Neuanfang und stellte das Ziel in den Mittelpunkt, bei den nächsten Wahlen wieder in Parlamente einzuziehen; die FDP solle für alle Menschen mit liberalem Weltbild alternativlos werden, mit Fokus auf Meinungsfreiheit, einer politischen Heimat für Leistungsträger und Selbstständige sowie als Anwalt der Selbstständigen. Er betonte, Vertrauen der Menschen zurückgewinnen zu müssen, die sich einen weniger übergriffigen Staat wünschen. Schmitt dankte dem neuen Vorstand, wünschte viel Erfolg und lobte Kampfgeist, Zusammenhalt und innerparteiliche Geschlossenheit; sie hoffe, dieser Kurs werde fortgeführt und die liberale Sache werde auch künftig gestärkt vorangebracht.
Der Neuanfang unter Stefan Thoma liefert die Chance, die liberale Kernbotschaft von Freiheit und Eigenverantwortung stärker in die politische Praxis zu tragen: Weniger Staat, mehr Raum für Leistungsträger, Selbstständige und mündige Bürgerinnen und Bürger. Die klare Fokussierung auf Meinungsfreiheit, eine politische Heimat für Selbstständige und den Einsatz gegen einen übergriffigen Staat trifft das liberale Verständnis von Ordnung durch Rechtsstaatlichkeit statt durch Bürokratie. Wirtschaftspolitisch müsste daraus eine konsequente Deregulierungsoffensive folgen: einfache, faire Steuern, reduzierte Bürokratie bei Gründung und Betrieb von Unternehmen, Abbau unnötiger Vorgaben und schnellere Genehmigungsverfahren, damit Innovation und Wachstum nicht durch Verwaltungslähmung ausgebremst werden. Gleichzeitig braucht es eine pragmatische Sozial- und Netzpolitik, die sicherstellt, dass der soziale Zusammenhalt nicht unter einem puren Minimalstaat leidet, sondern zielgenaue, wirksame Hilfen bietet, wenn echte Notwendigkeit besteht. Regionale Politik in Rheinland-Pfalz sollte Budget- und Rechtsrahmen konsequent auf Effizienz ausrichten: Investitionen in digitale Infrastruktur, Bildung, bezahlbaren Wohnraum, Energiemarktreformen und eine wettbewerbsfördernde Industriepolitik, die den Mittelstand stärkt. Der Erfolg wird daran gemessen, ob die neue Führung konkrete, messbare Ergebnisse liefert und Vertrauen dadurch zurückgewonnen wird, dass Bürgerinnen und Bürger spüren, dass Freiheit und Wohlstand durch eine praxistaugliche, wenig eingreifende Politik tatsächlich wachsen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/thoma-ist-neuer-chef-der-fdp-rheinland-pfalz