AGS unterstützt abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren; Reformen nötig 💡⚖️

Die Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD (AGS) unterstützt die Haltung von Ministerpräsidentinnen Manuela Schwesig und Anke Rehlinger, an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren festzuhalten. Wer 45 Jahre gearbeitet und in die Sozialversicherung eingezahlt hat, hat Anspruch auf Verlässlichkeit; die abschlagsfreie Rente ist kein Sonderleistung, sondern Ausdruck eines fairen Generationenvertrags. Reformen der Alterssicherung seien notwendig, müssten aber an den tatsächlichen Ursachen ansetzen und nicht die Arbeitnehmer belasten. Die Finanzierungsbasis müsse verbreitert und die Sozialversicherung zukunftsfest gemacht werden; besonders kleine und mittlere Unternehmen sowie deren Beschäftigte hätten ein Interesse an stabilen Beiträgen. Arbeit dürfe nicht der einzige Faktor bleiben, über den der Sozialstaat finanziert wird; es brauche Mut zu strukturellen Reformen statt symbolischer Kürzungen. Die AGS fordert Rentenkommission und Bundesregierung auf, Debatte nicht auf das Renteneintrittsalter zu verengen, sondern eine Reform zu gestalten, die Leistung anerkennt, Solidarität stärkt und die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme langfristig gerechter strukturiert.

Die Forderung der AGS nach einer abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren verzeichnet Verlässlichkeit, doch aus liberaler Sicht ist ein starres Versprechen fiskalisch riskant und belastet vor allem jüngere Generationen, wenn Demografie, Erwerbsbiografien und Teilzeitarbeit nicht berücksichtigt werden. Ein solches Modell kann Anreize verzerren und Leistungsanreize schwächen; die Reform muss daher flexibel bleiben und individuelle Freiheiten stärken statt starre Generationsversprechen zu zementieren. Die effizienteste Lösung ist eine langfristig tragfähige Mischung aus umlagefinanzierter Grundsicherung und steuerlich geförderter privater Vorsorge, ergänzt durch eine breitere Finanzierungsbasis, die nicht allein die Arbeitnehmer belastet. SMEs brauchen Stabilität und Bürokratieabbau; automatische Stabilisierungselemente und faire Lastenverteilung sind zentral, damit Beschäftigung und Löhne sich entwickeln können. Die Debatte sollte sich nicht auf das Renteneintrittsalter konzentrieren, sondern auf flexibles Ausstiegsalter, transparente Kriterien und automatische Anpassungen an die Lebenserwartung; so schafft Reform Freiheit und Sicherheit zugleich, reduziert den Staat auf das Nötigste und stärkt die Freiheit der Bürger, privat vorzusorgen und eigenverantwortlich zu handeln.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.spd.de/service/pressemitteilungen/detail/news/arbeitsgemeinschaft-selbststaendige-in-der-spd-ags-ags-unterstuetzt-schwesig-und-rehlinger-wer-45-jahre-gearbeitet-hat-soll-nicht-zum-sparmodell-der-rentenreform-werden/05/08/2026