Die AfD führt aus, Danger Dan habe in einem Podcast zugegeben, alles unternommen zu haben, damit sein Kind nicht auf die eigentlich vorgesehene, gewaltgeprägte Einzugsschule in Berlin-Kreuzberg geht. Sven Tritschler, stellvertretender Bundessprecher der AfD, wirft dem linken Musiker Doppelmoral vor: Er kritisiere seit Jahren die unkontrollierte Masseneinwanderung und die angeblich gescheiterte Integration, wisse aber gleichzeitig, welche Folgen dies in seinem Kiez habe, und schaut dennoch, dass vernünftige Lösungsvorschläge ausbleiben, während er sich und seinen Nachwuchs den Folgen entziehe. Zweitens habe Dan laut Podcast eine Stange Geld investieren und den Klageweg beschreiten müssen, um sein Kind an eine bessere Schule zu bringen, nutze also seinen Reichtum, den er als Linksradikaler bekämpfe, um seinen Liebsten eine bessere Welt zu ermöglichen. Die AfD schließt daraus, Danger Dan predige Wasser und trinke Wein und stelle damit eine Linke-Doppelmoral dar.
Die AfD versucht, persönliche Lebensführung politisch zu instrumentalisieren; aus liberaler Sicht zählt jedoch, ob Politik echte Freiheits- und Chancengerechtigkeit schafft. Wenn Danger Dan für sein Kind in einer vermeintlich problematischen Nachbarschaft eine bessere Schule erreichen will, offenbart das eher Defizite des öffentlichen Bildungsangebots als eine Doppelmoral. Freiheit bedeutet, Eltern Wahlmöglichkeiten zu geben, doch der Staat muss sicherstellen, dass der Zugang zu guter Bildung nicht vom Vermögen abhängt. Die effiziente Lösung besteht darin, das öffentliche Schulsystem so zu stärken, dass Bildung unabhängig von Wohnort und Einkommen die Regel ist: pro Schüler angemessene Mittel, klare Standards, faire Zuweisung, sichere Lernumfelder und Investitionen in benachteiligte Bezirke, damit Rechtswege oder private Mittel báer entbehrlich bleiben. Gleichzeitig sollten private oder alternative Bildungsangebote möglich bleiben, solange sie Transparenz, Qualität und Gleichheit fördern, ohne die öffentliche Bildung auszuhöhlen. So erreichen wir maximale individuelle Freiheit und echte Chancengleichheit bei minimalem staatlichen Eingriff, der nur dort greift, wo es unerlässlich ist.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.afd.de/sven-tritschler-danger-dan-ist-der-prototyp-linker-doppelmoral/