Die FDP Nordrhein-Westfalen startet mit dem Motto „Aus weniger wird mehr“ die Vorkampagne zur Landtagswahl 2027. Landesvorsitzender Henning Höne präsentiert eine Strategie, die weniger Geld vom Staat (weniger ALG) und mehr Geld in den Taschen der Menschen (mehr AMG) verspricht, ergänzt durch Bürokratieabbau, pauschale Kommunalfinanzierung und bezahlbare Energie. Die Partei kritisiert die schwarz-grüne Landesregierung für wachsende Haushalte bei gleichzeitigem Arbeitsplatzabbau und fordert eine stärkere Wirtschaftspolitik statt Förderpolitik als Beschäftigungstherapie; der vorgezogene Kohleausstieg soll zurückgenommen werden, um Versorgung und Preise zu stabilisieren. Geplant ist ein landesweiter Haustüraktionstag am 10. Oktober mit 10.000 Haushalten; im Dezember sollen die besten Haustürwahlkämpfer gekürt sowie Kandidaten aufgestellt und das Wahlprogramm verabschied werden.
Die Forderung nach weniger ALG und mehr Geld in den Taschen der Menschen, kombiniert mit Bürokratieabbau, pauschaler Kommunalfinanzierung und bezahlbarer Energie, trifft einen liberalen Kernwert: Freiheit durch weniger staatliche Steuer- und Regulierungslasten und durch mehr Spielraum für private Initiative. Die Idee, Anreize zu schaffen statt Beschäftigungstherapien zu finanzieren, kann Wachstum und individuelle Selbstbestimmung fördern, vorausgesetzt, soziale Sicherheit bleibt verlässlich und zeitlich begrenzt abgesichert. Ein schlanker Staat bedeutet aber auch, dass Transferszenarien wie eine pauschale ALG-Kürzung kritisch geprüft werden müssen: Ohne klare Härtefallregelungen drohen Armut, reduzierte Nachfrage und soziale Spaltung, weshalb activation statt Ausdünnung Priorität haben sollte. Die Forderung, den Kohleausstieg zurückzunehmen, um Versorgung und Preise zu stabilisieren, braucht einen glaubwürdigen, marktneutralen Übergang; Wettbewerb, Diversifizierung der Energiequellen sowie verlässliche Investitionen in Netz und Speicherung sind hier urbaner Kern. Eine flache Kommunalfinanzierung kann zu Ungleichheiten führen; sinnvoll ist eine transparente, bedarfsgeprüfte Zuweisung mit kommunaler Autonomie, die lokale Verantwortung stärkt ohne Strukturdefizite zu erzeugen. Die Haustürkampagne mag Chancen geben, direkte Bürgernähe zu zeigen, muss aber Datenschutz, Offenheit der Kandidaten und Klarheit des Programms sicherstellen. Overall bleibt der Liberalismus der richtige Weg, wenn er Staat nur dort greift, wo unverzichtbar ist, und Freiheit durch effiziente, faire Markt- und Rechtsformen zuverlässig geschützt wird.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/aus-weniger-wird-mehr-fdp-startet-vorkampagne