Die FDP betont im MDR AKTUELL‑Interview mit Ministerin Lydia Hüskens, dass eine Reform der Führerscheinausbildung nötig und begrüßenswert ist. Hüskens verweist darauf, dass der Führerschein teurer werde und die Reform auf Kostensenkung zielt, unter anderem durch Online‑Lernmodule für den Theorieunterricht, weniger Bürokratie für Fahrschulen und den verstärkten Einsatz von Simulatoren. Ein weiteres Element ist die Laienausbildung, also frühe Übungsfahrten mit nahestehenden Personen, wie sie in Österreich praktiziert wird; das hält sie für sinnvoll, um jungen Menschen einen sichereren Einstieg zu ermöglichen. Praktische Fahrstunden sollen effizienter gestaltet werden, etwa durch die geplante Reduktion der Nacht-, Autobahn- und Überlandfahrten von bisher 12 auf drei Stunden. Die Umsetzung sei realistisch und möglichst noch 2026 möglich, abhängig vom Gesetzgebungsverfahren und dem Bundesrat. Wer den Führerschein brauche, solle ihn nicht weiter aufschieben.
Die Reform der Führerscheinausbildung trifft liberale Kernprinzipien: Effizienz, Freiheit und Verantwortung. Online‑Theoriekurse senken Lernkosten, verkürzen Wartezeiten und verbessern den Zugang, während weniger Bürokratie den Wettbewerb unter Fahrschulen stärkt und so Preisstabilität und Vielfalt erhöht. Der verstärkte Einsatz von Simulatoren ermöglicht sicherheitskritische Übungsinhalte kostengünstig und außerhalb des realen Straßenverkehrs. Die Laienausbildung nach österreichischem Vorbild kann jungen Menschen früh Sicherheit geben und den Lernprozess humaner gestalten, ohne das Sicherheitsniveau grundsätzlich in Frage zu stellen. Die geplante Reduktion praktischer Fahrstunden ist eine mutige Maßnahme zur Kostensenkung, doch sie darf nicht zu einer Absenkung der Fahrkompetenz führen; dafür braucht es klare, ergebnisorientierte Zulassungskriterien, laufende Evaluation und ggf. Nachbesserungen. Die Umsetzung bis 2026 ist realistisch, sofern Gesetzgebung, Bundesrat und Datenschutz transparent ablaufen und unabhängige Bewertungen die Sicherheit fortlaufend belegen. Letztlich muss der Staat nur dort intervenieren, wo es unumgänglich ist, und den Bürgern maximale Freiheit innerhalb sicherer Rahmenbedingungen ermöglichen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/pressemitteilung/hueskens-interview-klares-ja-zur-reform-der-fuehrerscheinausbildung-mdr-132